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Search in the Encyclopedia
  • Nie: Driedoornige stekelbaars, Kraaivis, Paddesteker, Stekebak, Stekeltje, Stekelspoor
  • Lat: Gasterosteus aculeatus
  • Eng: Three-spiNie stickleback
  • Deu: Dreistachliger Stichling
  • Dän: Trepigget hundestejle
  • Fr: Epinoche à trois épines
Dreistachlige Stichling,, Ecomare

Dreistacheliger Stichling

Die meisten Dreistacheligen Stichlinge leben im Winter dicht an der Küste oder in den Flussmündungen. Im Frühjahr ziehen sie, wenn möglich, massenhaft in die Binnengewässer zum Laichen. Ihr Balzverhalten ist ausführlich studiert und beschrieben worden. Sie erreichen rund 10 cm Länge und sind häufige Fische der Nordsee, des Wattenmeeres und der europäischen Flüsse. Stichlinge sind kleine Raubfische, sie leben von jungen Fischen, kleinen Krebstieren und Würmern.

  • Stichlingspassagen auf Texel

    Speziell für die Löffler wurde 1995 von Staatsbosbeheer im Wattenmeerdeich bei De Cocksdorp auf Texel eine Passage für den Dreistacheligen Stichling angelegt. Zwei Jahre später entstand eine weitere Passage zwischen der Mokbaai und dem Moksloot im Süden der Insel. Stichlinge ziehen zum Laichen ins Süßwasser und sind hier eine wichtige Nahrungsquelle für Sumpfvögel. Auf Texel konnte der Stichling jedoch, als Folge der Eindeichungen, nirgendwo mehr in das Süßwasser gelangen.
    Die Passage ist mit dem Pumpwerk bei De Cocksdorp abgestimmt. Wenn Süsswasser ausgepumpt wird, werden sie Stichlinge angelockt. Sie werden mit dem Süsswasserstrom in ein Auffangbecken gelockt und dann über den Deich gesogen. Über den Roggeslot kann der Fisch in die Polder ziehen. Dieser Fischlift wird automatisch vom Pumpwerk gesteuert.
    Während des Testbetriebes wurden mit Hilfe der Stichlingspassage im Frühjahr 1996 40.000 Stichlinge ins Süßwasser übergesetzt. Die Anzahl Stichlinge in den Gräben von Texel nahm danach stark zu. Junge Dreistachelige Stichlinge schwimmen ins Meer, die geschlechtsreifen Tiere kehren in das Süßwasser zurück. Stichlinge können auch im Süßwasser verbleiben, dann erreichen sie jedoch nicht das Gewicht der ins Meer ziehenden Artgenossen: Süßwasserstichlinge wiegen nur etwa 0,6 g, die Wanderformen wiegen 2,5 g.
    Für die Löffler bedeutet die Passage, dass sie bereits zeitiger im Jahr Nahrung auf Texel finden. Bis 1996 fanden die zurückkehrenden Löffler zu wenig Nahrung auf der Insel, so dass sie erst einige Wochen später mit dem Brutgeschäft beginnen konnten, als andere Brutkolonien.
    Nicht nur Stichlinge profitieren von der Passage, auch Glasaale werden von Süßwasser angelockt. Man hofft, dass sich der Aalbestand der Insel durch die Fischpassagen verbessert.
    Staatsbosbeheer wollte den Erfolg nicht ruhen lassen und baute eine weitere Stichlingspassage zwischen der Meeresbucht Mokbaai und dem Binnengewässer De Geul im Süden Texels. Die dortige Brutkolonie der Löffler musste ebenfalls mit einem Mangel an Stichlingen leben.
    Da die Stichlingshebepassage viel Wasser zum Anlocken der Stichlinge verbrauchte (350 Kubikmeter Wasser pro Tag), wurde diese nach einem Jahr stillgelegt. Das Wasser war für die Landwirtschaft nötig. Darüberhinaus flossen Abwässer aus den Kläranlagen, die nicht geeignet sind für Fische, auch durch die Passage. Der Wasserverband fand eine Lösung. Die Abwässer landen jetzt in einem Sinkteich, in dem Wasserflöhe (Nahrung der Stichlinge) gut leben können. Das Wasser wird über Sickerfelder gesäubert und landet in einem tieferen Teich, in dem Stichlinge leben. Da das Abwasser jetzt in Oberflächenwasser umgesetzt wurde, kann es zum Anlocken von Stichlingen über die Hebepassage genutzt werden. Die Wasserflöhe werden aus dem Sinkteich in den Stichlingsteich geschippt, so dass die Fische wachsen können. Davon profitieren wiederum die Löffler.
    2000 wurde auch auf Terschelling eine Fischpassage gebaut. In den Schleusen wurden sogenannte Klappenröhren angebracht, die zu einen stark vergrößertem Einzug von Stichlingen und Aalen geführt haben.

  • Verbreitung Dreistacheligen Stichling
    Verbreitungskarte Dreistacheliger Stichling, Ecomare
  • Stichling Bräutigam
    Dreistachelichen Stichling, foto fitis, sytske dijksen