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Sattelrobbe

Maße:

Etwa 1,70 Meter

Gewicht:

Etwa 130 Kilogramm

Farbe:

Männchen: silbergrau mit einem dunkelbraunen, sattelförmigen Fleck auf dem Rücken
Weibchen: silbergrau mit dunkelbraunen oder schwarzen Flecken

Alter:

30-35 Jahre

Nahrung:

Fisch, Krill und Krebsartige

Fortbewegung:

schwimmen und robben

Feinde:

Menschen, Eisbären und Orcas

Fortpflanzung:

geschlechtlich
Geschlechtsreife: ab 5 Jahre
Anzahl: ein Junges pro Geburt

  • Nie: Zadelrob
  • Eng: Harp seal
  • Fra: le Phoque du Groenland
  • Deu: Sattelrobbe
  • Lat: Phoca groenlandica (Pagophilus groenlandica)
  • Dän: Grünlandssæl
  • Nor: Grünlandssel
Sattelrobbel, IFAW

Sattelrobbe

Sattelrobben sind stattliche Fresser. Weil Fischer sie als Konkurrenten ansehen, werden sie schon seit langem bejagt. Auch das Fell der neugeborenen Jungen war lange Zeit in Mode. Die Jagd auf diese sehr jungen Sattelrobben ist jetzt verboten. In Kanada und Norwegen wird zwar noch auf Sattelrobben gejagt, aber die Tiere müssen älter als drei Wochen sein. Obwohl Sattelrobben eng verwandt mit den Gemeinen Seehunden sind, leben sie nicht in der Nordsee. Nur selten wird ein verirrtes Exemplar an den niederländischen Küsten gesehen. 

Auf Texel


Auf Texel wurde zweimal eine Sattelrobbe gefunden, eine lebende 1987, die von Ecomare aufgenommen und wieder ausgesetzt wurde, und eine tote 1996, die ausgestopft in die Sammlung von Ecomare aufgenommen wurde. Ecomare hat auch Knochen von Sattelrobben aus der letzten Eiszeit. Damals waren die Sattelrobben die am häufigsten vorkommende Robbenart in der Nordsee.

  • Lebensraum der Sattelrobbe
    Verbreitungskarte Sattelrobbe, Ecomare

    Sattelrobben leben im nördlichen Atlantik, der Barentssee, östlich von Grönland und im östlichen Kanada. 

  • Strandungen an der niederländischen Küste
    Gestrandete Sattelrobbe in Ecomare, Ecomare

    Zwischen 1987 und 1991 strandeten auffällig viele Sattelrobben. An der niederländischen, deutschen, dänischen und nordfranzösischen Küste wurden insgesamt 35 Strandungen gemeldet. Fast alle Meldungen stammten aus März oder April. Eine derartige Invasion hat es vermutlich in den Jahren 1901-1903 schon einmal gegeben. Auch damals kamen erwachsene Sattelrobben in außergewöhnlichen Mengen in den Süden. Zwischen diesen Invasionen ist nur von vereinzelten Irrgästen die Rede.

    DatumOrt und Besonderheiten
    Kurz nach 1945 Zeeland (Meldung durch einen Pelzhändler)
    25. Februar 1987 Rottumerplaat
    2. März 1987 Texel, junges Männchen, ausgesetzt von Ecomare
    25. März 1987 Veerse dam
    26. März 1987 Renesse
    1. April 1987 Ameland, junges Männchen
    7. April 1987 Schiermonnikoog
    9. April 1987 Den Oever
    10. April 1987 Vlieland
    Anfang April 1987 Terschelling
    3. März 1988 Noordwijk
    28. März 1988 Lauwersoog
    25. Februar 1990 Terschelling, junges Männchen
    15. März 1990 Den Helder
    1. Januar 1994 Terschelling; lebend, ausgesetzt von der Zeehondencrèche Pieterburen
    11. Januar 1995 Brouwersdam
    7. April 1996 Texel, tot, außergewöhnlich großes Weibchen
    Februar 1997 Terschelling, lebendes einjähriges Weibchen; ausgesetzt von der Zeehondencrèche Pieterburen
    24. März 2005 Zeeland, lebendes erwachsenes Männchen, 130 kg
    August 2006 Küste Friesland, lebendes junges Weibchen, 5 Monate alt
    * wenn nicht anders angegeben, betrifft es erwachsene oder fast erwachsene Männchen