Alle Fische schwimmen, aber in ihrem Schwimmverhalten zeigen sie große Unterschiede. Steher wie Makrele, Hering und Sprotte können lange Zeit recht schnell schwimmen. Kabeljau, Schellfisch, Seezunge und Scholle sind richtige Sprinter: sie können nur über kurze Zeit schnell schwimmen. Diesen Unterschied sieht man gut an den Muskeln: bei den Stehern sind die Muskeln gut durchblutet und rot, bei den Sprintern sind die Muskeln weiß und schnell erschöpft.
Jede Fischart lebt vorzugsweise an den Stellen, an denen ihre Nahrung leicht zu finden ist. Hering, Makrele und Sprotte zum Beispiel leben meistens in großen Schwärmen in der oberen Wasserschicht. Ihre Nahrung besteht aus Plankton und kleinen Fischen. Fische, die sich in der ganzen Wassersäule bewegen, nennt man pelagische Fische. Sie haben oft typische Farben, um bei den Raubfeinden nicht aufzufallen: einen grünblauen Rücken und einen silberweißen Bauch. Für Seevögel ist der Fisch im grünblauen Oberflächenwasser nur schlecht auszumachen. Von unten wird das Tier gegen das helle Licht von oben unsichtbar.
Allgemein wird angenommen, dass Fische in Schwärmen schwimmen, um somit besser gegen Raubfische geschützt zu sein. Laut einer neuen Theorie spart das Schwimmen in Schwärmen auch viel Energie. Studien zeigen, dass Fische die Wirbel in der Wasserströmung, die durch den Vorschwimmer entstanden sind, aufhalten. Für ihre Rolle als Räuber sind sie gut ausgerüstet: sie sind schnelle Schwimmer mit einem großen Maul und oft scharfen, nach hinten stehenden Zähnen.
Bodenfische wie Scholle und Seezunge leben am Meeresboden und ernähren sich von Bodentieren und kleinen Fischarten. Um besser getarnt zu sein, tragen sie oft ein Farbenmuster, das mit dem Meeresboden vor Ort übereinstimmt. Steinbutte können ihre Farbe sogar der Umgebung anpassen! Bodenfische graben sich auch gerne ein.
Raubfische fressen kleinere Fische. Sie können sich sowohl auf dem Boden (Kabeljau und Schellfisch) als auch nahe der Wasseroberfläche (Hornhecht, Wolfsbarsch und Wittling) aufhalten. Für ihre Rolle als Räuber sind sie gut ausgerüstet: sie sind schnelle Schwimmer mit einem großen Maul und oft scharfen, nach hinten stehenden Zähnen.