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Graben in Friesland (NL), Ecomare

Fische in Gräben, Tümpeln und Seen

Das Wattenmeergebiet innerhalb der Deiche ist von zahlreichen Gräben, Kanälen, Tümpeln und Seen gekennzeichnet. Jedes dieser Lebensräume hat eine eigene Zusammensetzung der Fischfauna. Im allgemeinen fressen die Fischlarven und die Jungfische Einzellige und Rädertierchen. Für junge und erwachsene Fische, die sich von Plankton ernähren, sind die Krebstiere am wichtigsten. Dazu gehören die Ruderfußkrebse und die Wasserflöhe.

  • Fische in stehenden Gewässern
    Graben hinter dem Deich, Noorderleegpolder NL, Ecomare

    Stehende Gewässer haben keine typische Zusammensetzung der Fischfauna, da es viele verschiedene Arten stehender Gewässer gibt, wie Baggerkuhlen, Kanäle und Grachten. Die häufigsten Fischarten, die in diesen Gewässern von Anglern gefangen werden sind Plötzen, Brassen, Barsche und Güster. Auffallend ist weiter, dass es dort auch viele Rotfedern, Moderlieschen, Karpfen, Schleien und Graskrapfen gibt. Letztere sind typische Fischarten der künstlichen Gewässer.

  • Fische in Gräben
    Graben in Firdgum, Friesland, NL, Ecomare

    Offiziell ist ein Graben ein geradliniges Gewässer von weniger als 4 Metern Breite. Typisch für Gräben ist, dass das Wasser hier nicht oder nur wenig fließt. Die häufigsten Fischarten in Gräben sind Dreichstachelige Stichlinge und Zwergstichlinge, Dorngrundeln und Bittelinge. Des weiteren sind Plötzen, Schleien, Hechte und Barsche in Gräben allgemein.

  • Fische in großen Teichen und Seen

    In großen Teichen und Seen (wie die Kleine Wielen bei Leeuwarden) sind Brassen und Plötzen die häufigsten Fischarten, gefolgt von Hechten und Zandern. Auch Bitterlinge, Quappen und Karauschen werden regelmäßig gefangen. Wenn ein See sehr trübe ist, kann es sinnvoll sein, den größten Teil des Fischbestandes zu entfernen. Dadurch werden weniger Wasserflöhe gefressen und der Boden wird weniger umgewühlt. Die Wasserflöhe können mehr Algen fressen, wodurch das Wasser wieder klarer wird.