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Search in the Encyclopedia
  • Nie: Baardmannetje
  • Eng: Bearded Tit
  • Fra: Mésange à moustaches
  • Deu: Bartmeise
  • Dän: Skægmejse
  • Nor: Skjeggmeis
  • Fries: Burdmantsje
  • Ital: Basettino
  • Lat: Panurus biarmicus
Bartmeisen (Weibchen und Männchen), Jeroen Reneerkens (jeroenreneerkens@hetnet.nl)

Bartmeise

Die Bartmeisen leben versteckt in großen Schilfsümpfen. Dennoch sind sie eine auffallende Erscheinung. Bartmeisen haben einen prächtigen schwarzen Bart, dem sie natürlich ihren Namen verdanken. Die Zahl der Bartmeisen hängt stark vom Wetter ab. In einem schönen Sommer kann ein Paar 10 bis 20 Junge aufziehen, aber strenge Winter sind für diesen Vogel schlecht. Dann können eine ganze Menge von ihnen wieder sterben.

  • Sorgende Eltern

    Die Bartmeisen flechten ihr Nest aus Schilfblättern und -büscheln, meistens anderthalb Meter über dem Wasser. In den Schilfgebieten müssen Seggen wachsen, aber manchmal begnügen sie sich auch mit Rohrkolben. Sie benötigen diese Pflanzen für den Bau eines stabilen Nestes. Zweimal (manchmal auch dreimal) pro Jahr wird ein Nest mit meist 5 bis 7 Eiern ausgebrütet und aufgezogen. Bei der zweiten Brut helfen oft andere Paare und die Jungen der ersten Brut bei der Aufzucht mit.

  • Wechselnde Anzahlen
    Bartmeise, foto fitis, adriaan dijksen

    Nach einigen strengen Wintern kamen die Bartmeisen um 1940 hier fast nicht mehr vor. Bei der Trockenlegung der Flevopolder entstanden jedoch riesige Schilffelder von mehreren tausenden Hektar. Diese wurden schnell von den Bartmeisen entdeckt und es kam zu einer regelrechten Bevölkerungsexplosion. Von den Flevopoldern aus hat sich die Bartmeise wieder über die ganzen Niederlande ausgebreitet, bis in die Schilfgebiete auf den Wattenmeerinseln.

  • Verbreitung und Habitat

    Die Bartmeisen sind keine Zugvögel. Die meisten überwintern in ihren Brutgebieten, einige ziehen ein Stückchen weiter nach Süden.

  • Zeitweise Vegetarier

    Bartmeisen fressen im Sommer vor allem Insekten, Spinnen und kleine Schnecken. Im Winter wird diese Nahrung durch Samen von Sumpfpflanzen ersetzt. Um diese Samen auch verdauen zu können, verändert sich bei den Bartmeisen jedes Jahr der Bau der Magenwand.