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Graugans

Maße:

75-90 Zentimeter, Spannweite 147-180 Zentimeter

Farbe:

Erwachsene: Körper von oben grau-braun, Unterseite heller, Flügel mit weißen Spitzen an den Federn, großer Kopf, rosa Füße, orange-rosa, dreieckiger Schnabel

Alter:

rund 8 Jahre (Rekord 23 Jahre)

Nahrung:

Gras, Schilf, Strandaster, Rohrkolben, Wurzelstöcke der Strandsimse

Bedrohung:

Übervölkerung führt zu vernichtenden Bestandsregulierungen

Vorkommen in den Niederlanden:

Brutvogel, ganzjährig anwesend, Zugvogel

Habitat:

Sumpfgebiete, Kulturland

Fortpflanzung:

5-7 Eier pro Nest

Typisch:

haben einen starken Familienverband

  • Nie: Grauwe gans
  • Eng: Greylag goose
  • Fra: Oie cendrée
  • Deu: Graugans
  • Dän: Grigis
  • Nor: Grigis
  • Fries: Skiere goes
  • Ital: Oca selvatica
  • Lat: Anser anser
Graugans, Jeroen Reneerkens (jeroenreneerkens@hetnet.nl)

Graugans

Die Graugans ist der wilde Ahne der zahmen Hausgans. Es sind laute Vögel. 1970 war diese Art in den Niederlanden selten, aber heute ist es die häufigste Gänseart. Es ist ein Kommen und Gehen von skandinavischen Wintergästen und südlichen Sommergästen, aber es gibt auch Standvögel, die hier sowohl brüten als auch überwintern. Insgesamt halten sich rund 250.000 dieser Vögel in den Niederlanden auf.

  • Schaden durch Gänse
    Graugänsefamilie, foto fitis, sytske dijksen

    Graugänse können einen großen Schaden an landwirtschaftlichen Gewächsen verursachen. Darüber hinaus wird behauptet, dass sie andere Brutvögel und das Pflanzenwachstum in Naturgebieten negativ beeinflussen können. Seit 2007 läuft eine Studie, damit dieses Problem besser beurteilt werden kann.

  • Graugänse auf Texel
    Graugänse, foto fitis, sytske dijksen

    Nach einer langen Zeit der Abwesenheit kamen 1974 die ersten Graugänse wieder nach Texel. Dreißig Jahre später war die Population so stark angewachsen, dass den Landwirten große Schäden entstanden. Acht Gänse fressen fast genauso viel Gras wie eine Kuh. Im Frühjahr werden darum die Eier angestochen. 2008 wurde die Genehmigung für das Anstechen zu spät beantragt und die Aktion wurde nicht durchgeführt. Die Anzahl der zusätzlichen Gänse war enorm und die  Wildhüter beschlossen, die überzähligen Gänse während der Mauser zu fangen und zu vergasen. Insgesamt wurden 4461 Gänse gefangen und vergast, 2200 Gänse blieben über. Drei Monate später wurden schon wieder 4200 Gänse auf Texel gezählt. Die Wildhüter regierten darauf mit der Aussage, dass auch die umgebenden Gebiete zur Bekämpfung der Graugänse übergehen müssten.
    Verschiedene Naturschützer sind absolut gegen die Vergasung der Gänse. Ihr Motto ist: 'Jedes Land bekommt die Vögel, die es verdient'. Mit anderen Worten: Die moderne Landwirtschaft hat das landwirtschaftliche Gebiet für Gänse geeignet gemacht - früher war es mehr für Weidevögel geeignet. Als Beispiel die Situation auf Texel: Die Mitglieder der Vogelwerkgroep Texel schätzen die maximale Anzahl von Graugänsen, die auf Texel überleben können, auf 3000. Gänse abschießen oder vergasen macht keinen Sinn, da die Population doch wieder vom Festland aus 'aufgestockt' wird.