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Wanderfalke

Maße:

39-50 Zentimeter; 95-115 Zentimeter von Flügelspitze zu Flügelspitze

Farbe (Erwachsene):

hellgefärbter Bauch mit horizontalen Strichen, dunkelgrauer Rücken, breite schwarze Bartstreifen, weißer Nacken und Brust, gelbe Beine, Schwarzer Schnabel und Krallen

Nahrung:

Tauben, Singvögel, Rabenvögel, Möwen und Wattvögel; manchmal auch kleine Säugetiere; Reptilien und Insekten

Feinde:

Zusammenstöße mit menschlichen Objekten, Adler, große Eulen

Vorkommen:

meistens als Wintergast oder als Zugvogel; seltener Brutvogel

Lebensraum:

Höhenzüge, Flusstäler, Küstengebiete, zunehmend in Städten

Fortpflanzung:

geschlechtsreif: ab 2 Jahre
Anzahl: 3-4 Eier

Alter:

durchschnittlich 5 Jahre (Rekord: mehr als 17 Jahre)

Besonderheiten:

der schnellste Vogel der Welt: schafft leicht 150 Kilometer pro Stunde

  • Nie: Slechtvalk
  • Eng: Peregrine
  • Fra: Faucon pèlerin
  • Deu: Wanderfalke
  • Dän: Vandrefalk
  • Nor: Vandrefalk
  • Fries: Noardse falk
  • Ital: Pellegrino
  • Lat: Falco peregrinus
Wanderfalke, foto fitis, adriaan dijksen

Wanderfalke

Mit 113 Kilometern in der Stunde ist der Gepard vielleicht das schnellste Landtier, im Vergleich mit einem jagenden Wanderfalken, der mit Leichtigkeit 150 Kilometer in der Stunde schafft, ist er nur eine lahme Ente. Wanderfalken jagen in der Dämmerung. In Städten jagen sie auch nachts, wobei sie die Straßenbeleuchtung ausnutzen. Es sind echte Akrobaten, besonders wenn sie einem Weibchen imponieren möchten. Sie taumeln dann durch die Luft, wobei sie ihr auch Nahrung zuwerfen. Die Paare bleiben einander ein Leben lang treu. Die Vögel brüten lediglich in einer ausgescharrten Kuhle am Boden, bevorzugt oben auf Felsen oder Gebäuden.

  • Wanderfalken-Technik

    Der Wanderfalke jagt entweder von einem hohen Aussichtsposten oder aus dem Erkundungsflug heraus. Wenn sich der Falke in einer guten Position über der Beute befindet, stürzt er sich mit einer enormen Geschwindigkeit herab. Das Opfer wird meistens schon durch den Aufprall getötet, ist das nicht der Fall, tötet der Wanderfalke das Tier mit seinen großen Krallen.

  • Verbreitung und Lebensraum

    Die Zahl der Wanderfalken in den Niederlanden nimmt zu. 2008 brüteten hier rund 40 Paare. Sie können sich scheinbar gut an menschliche Umgebungen anpassen. Die meisten Nester werden nämlich in von Menschen gebauten Nistkästen, die an hohen Gebäuden hängen, gebaut. Von diesen von Menschen geschaffenen Kliffen tauchen sie auf die vorbeikommende Beute. Im Wattenmeer sitzen sie gerne auf Sendemasten und anderen Pfählen. Wanderfalken kann man am besten im Oktober sehen, wenn sie ziehen.