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Watvögel

Nahrung:

vor allem kleine wirbellose Tiere

Lebensraum:

in wasserreichen Gebieten oder an der Küste

Besonderheiten:

keine Schwimmhäute zwischen den Zehen

Schnabel Uferschnepfe, foto fitis, adriaan dijksen

Watvögel

Watvögel haben lange Beine. Sie haben sich an ein Leben in nassen und sumpfigen Gebieten angepasst. Das schlickige Wattenmeer ist somit auch ein Eldorado für diese Schlickliebhaber. Millionen Watvögel, die in nördlichen Regionen brüten, ziehen im Herbst in das Wattenmeer. Einige überwintern hier, andere ziehen weiter nach Süden, nachdem sie sich auf dem Watt vollgefressen haben. Im frühen Frühjahr kommen sie dann wieder vorbei, auf dem Weg zurück in ihre Brutgebiete.

  • Wattenmeer
    Pfuhlschnepfen, foto fitis, sytske dijksen

    Das Wattenmeer ist für die Watvögel von unschätzbarem Wert. Schätzungsweise 6 bis 7 Millionen Watvögel kommen pro Jahr in das Wattenmeer. Von 12 Arten halten sich sogar mehr als die Hälfte aller Vögel für einige Zeit im Wattenmeer auf. Das ist zum Beispiel beim Kiebitzregenpfeifer, beim Sibirischen Knutt, beim Alpenstrandläufer und bei der Pfuhlschnepfe so.

  • Halt' den Schnabel!

    Bei den Watvögeln kommen unterschiedlich geformte Schnäbel vor. Form und Länge des Schnabels bestimmen, welche Art von Nahrung der Vogel frisst. So fressen Brachvögel, Austernfischer und Knutts unter anderem Sandklaffmuscheln. Der lange Schnabel des Brachvogels kann Sandklaffmuscheln bis zu einer Tiefe von 14 cm erreichen. Austernfischer kommen nicht tiefer als 8 cm, während der Schnabel des Knutts nicht weiter als 3 cm reicht. Watvögel suchen ihre Beute sowohl mit dem Tastsinn als auch mit den Augen. Viele Bodentiere hinterlassen Spuren, Vögel sehen diese, folgen der Spur und finden so ihre Beute. Regenpfeifer fangen ihre Beute auf diese Art. Mit ihren Schnäbeln nur an der Oberfläche picken. Mit ihren scharfen Augen können sie sogar in mondhellen Nächten ihre Nahrung finden. Andere Watvogelarten haben feine Tast- und Geschmackssinne an der Schnabelspitze. Sie stecken ihren Schnabel in den Boden und ‚schmecken‘, ob ein Bodentier in der Nähe sitzt. Aber verschiedene Schnäbel findet man nicht nur bei den verschiedenen Watvogelarten. Vögel derselben Art aber mit einem unterschiedlichen Verhalten können auch einen anderen Schnabel haben. Ein niederländischer Biologe fand heraus, dass die Knutts, die im Winter im Wattenmeer bleiben, einen kürzeren Schnabel haben als die, die in Mauretanien überwintern. Der Wattboden ist sandig, so dass die Schnäbel der Vögel schneller gleiten als im schlickigen Boden in Mauretanien.