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Search in the Encyclopedia
  • Nie: Strandplevier
  • Eng: Kentish Plover (snowy plover)
  • Fra: Gravelot à collier interrompu
  • Deu: Seeregenpfeifer
  • Dän: Hvidbrystet præstekrave
  • Nor: Hvidbrystlo
  • Fri: Dükelmantsje
  • Ital: Fratino
  • Lat: Charadrius alexandrinus
Seeregenpfeifer, Henk Tromp

Seeregenpfeifer

Seeregenpfeifer sind kleine Watvögel, die auf kahlen, offenen und oft muschelschillreichen Gebieten brüten. Ungestörtheit ist bei der Wahl des Brutplatzes eine unbedingte Voraussetzung. Verlassene oder frisch aufgespülte und noch nicht genutzte Strände sind bevorzugte Brutgebiete. Auch gerade trocken gelegte Polder werden angenommen. Seit 1900 nimmt die Zahl der Seeregenpfeifer als Folge der zunehmenden Strandnutzung ab. Lokal nahmen die Bestandszahlen kurzzeitig als eine Folge der Zuiderzee- und Deltawerke zu.

  • Verbreitung und Habitat

    Seeregenpfeifer leben an der Meeresküste und in der Nähe von salzigen Seen. Die Vögel halten sich von Mai bis Oktober in den Niederlanden auf. Fast alle Vögel brüten dann im Wattenmeer oder Deltagebiet. Im Oktober ziehen sie zum Überwintern nach Nord- und Westafrika.
    Der Seeregenpfeifer ist eine typische Art für Küsten und ist gut angepasst an die natürliche Dynamik der Sandplaten und Strandflächen. Das Schicksal dieser Art sagt viel darüber aus, wie die Menschen mit ihren Küsten umgehen. Mit aus diesen Gründen steht der Seeregenpfeifer auf der Roten Liste der bedrohten Vögel des internationalen Wattenmeeres.

  • Wattenmeer: ein starker Rückgang

    Im niederländischen Wattenmeer ist die Abnahme der Seeregenpfeiferzahlen deutlich zu spüren. Um 1900 brüteten dort etwa 500 Paare, aber ab 1926 nahm die Population ab bis auf einen Tiefpunkt von 50 Paare 1991. In den letzten Jahren scheint eine Erholung einzutreten, aber auf Texel hat 2006 nur ein einziges Paar gebrütet. Die Zunahme der Stranderholung und die Nutzung großer Strandflächen (De Hors auf Texel, der Vliehors und der Noordsvaarder auf Terschelling) als militärische Übungsgebiete sind vermutlich die vorrangigsten Ursachen für den Rückgang. De Hors und der Noordsvaarder werden inzwischen allerdings weniger intensiv genutzt.