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Pfuhlschnepfe

Maße:

Länge: 33-42 Zentimeter
Spannweite: 61-68 Zentimeter

Gewicht:

Männchen: 300 Gramm
Weibchen: 370 Gramm

Farbe:

graubraun mit dunklen Flecken und Streifen; im Sommer ist das Männchen steinrot

Alter:

Rekord: 33 Jahre

Nahrung:

Weibchen fressen gerne Wattwürmer, Männchen vor allem Seeringelwürmer und Tellmuscheln

Fortpflanzung:

geschlechtsreif: ab 2 Jahre
Anzahl: 4 Eier

  • Nie: Rosse grutto
  • Eng: Bar-tailed godwit
  • Fra: Barge rousse
  • Deu: Pfuhlschnepfe
  • Dän: Lille kobbersneppe
  • Nor: Lappspove
  • Fries: Hywylp
  • Ital: Pittima minore
  • Lat: Limosa lapponica taimyrensis, Limosa lapponica lapponica
Pfuhlschnepfe, foto fitis, adriaan dijksen

Pfuhlschnepfe

Im Sommer ist das Männchen der Pfuhlschnepfen viel rötlicher als die Uferschnepfe. In den anderen Jahreszeiten ist es schwieriger, die beiden Schnepfenarten zu unterscheiden. Die Pfuhlschnepfe ist kleiner als die Uferschnepfe und ihr Schnabel biegt sich etwas weiter nach oben. Pfuhlschnepfen sind echte Zugvögel. Zweimal im Jahr reisen sie mehr als 4000 Kilometer zwischen den Aufenthaltsorten im Sommer und Winter. Das Wattenmeer ist eine Tankstation für diese Weltreisenden. Hier ruhen sie sich kurz aus und fressen sich voll, bevor sie weiterziehen.

  • Hin und zurück

    Pfuhlschnepfen brüten hoch im Norden, in der sibirischen Tundra. Mitte bis Ende Juli machen sich die Vögel von dort auf die 4300 Kilometer lange Reise in den Süden. Sie hatten dann ein bis anderhalb Monate Zeit für die Aufzucht ihrer Jungen. Mit Zwischenstopp im Wattenmeer ziehen sie in ihr Überwinterungsgebiet Banc d'Arguin in Mauretanien. Ende April geht es dann wieder Richtung Norden, wobei sie im Wattenmeer erst einmal Nahrungsreserven anlegen, bevor sie weiterziehen.

  • Verlassen
    Pfuhlschnepfen, foto fitis, sytske dijksen

    Die Küken der Pfuhlschnepfe haben es nicht leicht. Sobald sie geschlüpft sind, werden sie von ihrer Mutter verlassen, die nach Süden zieht. Der Vater zeigt etwas mehr Sorge. Er versorgt die Küken noch drei Wochen lang nach dem Schlüpfen, dann zieht auch er Richtung Süden. Die jungen Vögel suchen noch etwa eine Woche lang selber Nahrung und dann folgen sie ihren Eltern. Die Strecke bis zum Wattenmeer wird in wenigen Tagen ohne Zwischenstopp zurückgelegt.

  • Je dicker, desto besser
    Pfuhlschnepfen, foto fitis, adriaan dijksen

    Die Pfuhlschnepfen mausern im Winter in Afrika. Vögel, die zu spät ankommen, holen den Rückstand ein, indem sie nur teilweise mausern. Der Rückstand bleibt jedoch sichtbar. Vollständig gemauserte Vögel sind meistens dicker und können den Zug nach Sibirien besser überstehen.

  • Zwei Pfuhlschnepfen
    Pfuhlschnepfen, foto fitis, adriaan dijksen

    Im Wattenmeer gibt es zwei Unterarten von den Pfuhlschnepfen. Die Lapponica-Unterart (125.000 Tiere) brütet in Nordskandinavien und verbringt den Winter in Westeuropa. Die Taimyrensis-Unterart (700.000 Tiere) brütet in Sibirien, zieht durch bis in das Wattenmeer und überwintert in den westafrikanischen Gezeitengebieten.