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Parasitischer Wurzelkrebs

Farbe:

gebrochen weiß bis hellbraun

Nahrung:

Nährstoffe, die im Blut der Krabbe gelöst sind

Fortpflanzung

geschlechtlich

Parasitischer Wurzelkrebs

Der parasitische Wurzelkrebs ist, wie der Name schon sagt ein Parasit und mit der Entenmuschel und der Seepocke verwandt. Das Tier sieht aus wie ein unförmiger Knubbel, der sich unterhalb des Bauchpanzers von Krabben, hauptsächlich bei der Strand- und Schwimmkrabbe, befindet. Mit einem Gewirr an verzweigten Drähten durchdringt der Parasit den ganze Krabbenkörper. Infizierte Krabben leben zuerst zwar noch, können sich aber nicht mehr paaren. Auch das Häuten geht nicht mehr. Letztendlich wird die Krabbe schwächer und stirbt, da der Wurzelkrebs Nahrung aus der Krabbe aufnimmt.

  • Verbreitung und Lebensraum

    Überall, wo die Krabbenarten vorkommen, die vom Wurzelkrebs als Nahrung und Unterkunft genutzt werden. In den Niederlanden ist dies der Lebensraum der Strandkrabbe und der Schwimmkrabbe.

  • Als außerirdische Wesen

    Das Leben eines Parasitischen Wurzelkrebses würde gut in einen Gruselfilm über Außerirdische passen. Der Wurzelkrebs beginnt sein Leben als schwimmende Larve. Sobald die weibliche Larve eine Krabbe riecht, geht sie darauf los und sucht einen weichen Platz auf dem Körper der Krabbe. Über diese weiche Stelle dringt sie in den Körper der Krabbe ein und kriecht tief hinein. Letztendlich sitzt sie an der Unterseite der Krabbe, wo sie zu wachsen beginnt. Der Wurzelkrebs entwickelt allerlei Tentakel, die anfangen, durch den ganzen Körper der Krabbe verlaufen, manchmal sogar um die Augen herum. Unten bildet sich ein Wurzelkrebsbällchen (siehe Foto), das genau an der Stelle sitzt, wo die Krabbe normalerweise ihre Eier tragen würde. Die Krabbe weiß nicht, dass dieses Bällchen eigentlich der Wurzelkrebs ist, sondern denkt, dass es ihre Eier sind. Sie versorgt den Wurzelkrebs mit ebensoviel Sorgfalt, wie sie es normalerweise mit ihren Eiern tun würde, und das ist für den Parasiten natürlich nur gut. Der weibliche Wurzelkrebs sitzt komfortabel in der Krabbe, jetzt muss sie nur noch einen Partner finden und Eier legen. Wenn eine männliche Wurzelkrabbe ein Weibchen in einer Krabbe findet, dann dringt er ganz, über eine Öffnung im Weibchen, bei ihr ein. Er bleibt den Rest seines Lebens in ihr wohnen, während sie in der Krabbe wohnt. Jede Woche werden aus ihr wieder neue Larven geboren. So kann eine gesamte Krabbenpopulation mit diesem Parasit infiziert werden.

  • Verwirrte Krabben

    Der Wurzelkrebs verändert nicht nur den Körper, sondern auch das Verhalten einer Krabbe. Infizierte Krabben können sich nicht mehr häuten und abgebrochene Glieder wachsen nicht mehr an. Zudem sind infizierte Krabben nur noch mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt. Der Wurzelkrebs lebt nämlich von den Nährstoffen, die von der Krabbe aufgenommen werden, wodurch diese Krabbe immer mehr fressen muss, um selber noch genug Energie zu haben. Weibliche Krabben versorgen den Wurzelkrebs, als ob es ihre Eier sind. Männliche Krabben, die mit dem Wurzelkrebs infiziert sind, verhalten sich noch unnatürlicher. Ihr Körper ähnelt immer mehr dem eines Weibchens, so dass der Wurzelkrebs besser hinein passt. Zudem zeigen sie typisches weibliches Verhalten. Sie sorgen auch für ihren Wurzelkrebs, als ob es eigene Eier sind, obwohl Männchen normalerweise überhaupt keine Eier legen können.

Aus dem alten Panzer