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Nordseegarnele

Maße:

bis 9 Zentimeter lang

Farbe:

durchsichtig grau mit Punkten, braun-rosa nach dem Kochen

Alter:

2 bis 5 Jahre

Nahrung:

Allesfresser, frisst auch tote Tiere

Feinde:

Plattfische, junge Seehunde, allerlei Vögel, Krabbenfischer

Fortpflanzung

geschlechtlich

Besonderheiten

Nur eines von 50.000 Garneleneiern wächst zu einer erwachsenen Garnele aus. Der Rest wird aufgefressen oder stirbt auf eine andere Art und Weise

Garnele, foto fitis, sytske dijksen

Nordseegarnele

Die Nordsee- oder Sandgarnele (auch Granat genannt) hat in den Niederlanden eine große wirtschaftliche Bedeutung. Sie werden im Wattenmeer, in den Deltagewässern und an der Nordseeküste in großem Umfange gefischt. Tipp: Suche nicht nach rosa Garnelen. Sie bekommen diese Farbe erst, wenn sie gekocht werden. Im Meer haben sie dieselbe Farbe wie der Sand. Auch Meerestiere finden Nordseegarnelen lecker. Erwachsene Plattfische sind zum Beispiel verrückt danach. Aber die Garnelen fressen auch gerne junge Plattfische.

  • Verbreitung und Lebensraum
    Garnele mit Fisch, foto fitis, sytske dijksen

    Nordseegarnelen sind häufiger Bewohner der Nordsee und des Wattenmeeres. Sie haben eine Vorliebe für unbewachsene Sand- und Schlickböden in den Küstengewässern. Mit der kalten Jahreszeit ziehen sie sich in tieferes Wasser zurück. Im Juli 2006 war es so warm im Wattenmeer, dass die Tiere in die Nordsee zogen, um der Wärme zu entfliehen. Junge Garnelen halten sich hauptsächlich auf den Wattplaten auf. Ältere Garnelen schwimmen sie nur noch bei Hochwasser auf die Platen. Beim Trockenfallen der Platen ziehen sich die größeren Garnelen in die Priele zurück.

  • Unsichtbare Garnelen
    Garnele, foto fitis, sytske dijksen

    Auf dem Meeresboden fällt eine Garnele überhaupt nicht auf, man sieht sie fast nur, wenn sie sich bewegt. Die Garnele hat eine sehr gute Tarnfarbe. Sie hat eine halb-durchsichtige Sandfarbe und die Punkte auf ihrem Rücken sehen aus wie Sandkörner. Bei Gefahr kann sich die Garnele zudem innerhalb von 10 Sekunden vollständig eingraben, dann schauen nur noch die Antennen und die Augen aus dem Sand. Wenn man sehr genau hinschaut, kann man die Spuren sehen, die die Garnele beim Graben erzeugt hat, und dann fällt auch der Haufen unter dem Sand auf. Meistens sieht man sie nur, wenn man fast drauf steht, dadurch erschrickt die Garnele, springt aus dem Sand und flüchtet ganz schnell. Eine Garnele mit bloßer Hand zu fangen, ist eine wahre Kunst, weil die Garnelen zudem noch unvorhersagbar durch das Wasser schießen. Mehr Erfolg hat man mit einem Kescher. Das Netz zieht man durch den Sand, wodurch die im Sand versteckten Garnelen hoch springen und im Netz gefangen werden. Garnelenfischer nutzen Klötze, die über den Meeresboden rollen und die Tiere aufschrecken.

Aus dem alten Panzer