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Miesmuschel

Maße:

bis 8 Zentimeter, manchmal bis 15 Zentimeter

Alter:

meistens 2-3 Jahre, maximal 24 Jahre

Farbe:

blaugrau oder braun

Nahrung:

Plankton

Feinde:

Krabben, Vögel, Seesterne, Fischerei

Fortpflanzung:

geschlechtlich

  • Nie: Mossel
  • Lat: Mytilus edulis
  • Eng: Common mussel (Blue mussel)
  • Deu: Miesmuschel
  • Dän: Blimusling
  • Fra: Moule
Miesmuscheln, foto fitis, sytske dijksen

Miesmuschel

Miesmuscheln kommen an der niederländischen Küste haufig vor. Sie graben sich nicht ein, sondern heften sich auf Steinen oder auf anderen Muscheln fest. Küsten- und Wattvögel wie Silbermöwen und Eiderenten tun sich bei Niedrigwasser an ihnen gütlich. Traditionell wurden die Muscheln auf ihren natürlichen Bänken gesammelt. Heute werden sie meist als junge Miesmuscheln (Muschelsaat) aufgefischt und dann auf künstlichen Muschelbänken in der Oosterschelde, dem Grevelingen und dem Wattenmeer aufgezogen. Immer öfter werden treibende Gegenstände wie Stöcke, Taue oder Netze eingesetzt, auf denen sich die Miesmuschelsaat festsetzt. Durch das Einsammeln dieser Gegenstände wird die Saat aufgefischt. Das macht die Miesmuschelsaatfischerei ein Stück einfacher, der Boden und natürliche Miesmuschelbänke werden so nicht gestört.

  • Verbreitung und Habitat

    Miesmuscheln kommen an der gesamten niederländischen Küste vor. Sie werden im Wattenmeer und Deltagebiet gezüchtet. Miesmuscheln leben auf Bänken zwischen dem mittleren Hochwasserniveau bis in 5 Meter Wassertiefe.

  • Die junge Miesmuschel
    Byssusfäden, foto fitis, sytske dijksen

     

    Im Frühjahr legt eine Miesmuschel viele Millionen Eier. Die Befruchtung der Eier findet außerhalb statt. Aus der befruchteten Eizelle entwickelt sich innerhalb einiger Tage eine Larve mit einer Schale. Weil die Schale aussieht wie ein großes 'D', wird sie auch D-Larve genannt (siehe Foto). Sie ist dann etwa 100 Micrometer groß. Ein paar Tage später hat die D-Larve ein Velum entwickelt: ein Schwimm- und Filterorgan, mit dem sie sich fortbewegt und sehr geschickt Phytoplankton aus dem Wasser filtert. Nach 2 bis 3 Wochen ist die junge Miesmuschel bereit für ihre Metamorphose: das Schwimmorgan verschwindet und der Fuß erscheint.

    Die jungen Miesmuschel benötigt einen harten Untergrund, an dem sie sich mit ihren 'Verankerungsfäden', den sogenannten Byssusfäden, festsetzen kann. Bei dem harten Untergrund kann es sich um einen Felsblock, einen Deichfuß, einen Pfahl, ein Wrack, u.ä. handeln. Auch bewohnte oder unbewohnte Schalen (z.B. von der Sandklaffmuschel) bieten ausreichenden Halt. Buhnen sind oft völlig mit einer Schicht aus Miesmuschelbrut bewachsen.

     

  • Wechselder Brutfall

    Die letzten Jahre mit einem guten Brutfall bei den Miesmuscheln waren 1994 (sehr gut), 1996, 1999, 2001 (sehr gut) und 2003. 2005 war der Brutfall einigermaßen und in allen dazwischen liegenden Jahren war der Brutfall schlecht. 1995 wurden viele Miesmuschelbänke bei einem Februarsturm beschädigt. Frostschäden gab es in den strengen Wintern von 1996 und 1997.