Vor allem in der Tiefsee werden immer wieder spektakuläre neue Arten gefunden. Im Golf von Mexiko wurde eine Tintenfischart entdeckt, deren 10 Arme jeweils 7 Meter lang sind, das ist ungefähr so lang wie 4 Menschen, die übereinander auf den Schultern stehen. Diese neue Art ist damit die Art mit den längsten Armen (die bekannt ist).
Der Krake ist ein Meeresungeheuer, der in den alten Geschichten von Piraten und Seefahrern häufig vorkommt. Der Krake ist ein großes Monster, der aussieht wie ein Tintenfisch und Schiffe mit seinen Armen umklammert und in die Tiefe zieht. Den Kraken gibt es nicht, aber Riesentintenfische schon. Vermutlich gehen die alten Seemannsgeschichten auf diesen Riesentintenfisch zurück, der bis zu 14 m lang werden kann. Wie diese Tiere leben, ist völlig unbekannt. Manchmal spülen tote Exemplare an den Strand an, daher wissen wir überhaupt von ihrer Existenz.
Erst 2004 ist es Forschern gelungen, einen Riesentintenfisch lebend zu fotografieren. Japanische Wissenschaftler folgten dazu Pottwalen, die Riesentintenfische jagen, in ihr Jagdgebiet. Dort ließen sie eine stabile Angelschnur bis in eine Tiefe von 900 Metern sinken. Als Köder diente ein kleinerer Tintenfisch und ein Sack Garnelen. Aus den Bildern wurde ersichtlich, dass ein Riesentintenfisch den Köder anfiel, indem er seine Fangarme darum schlang, ähnlich wie eine Python ihre Beute anfällt. Leider blieb er mit einem seiner Fangarme hängen. Darauf folgte ein 4 Stunden dauernder Kampf, wobei ein Arm des Tintenfisches letztendlich abbrach.
Es ist bislang noch nicht gelungen, einen Riesentintenfisch in seinem natürlichen Lebensraum wirklich zu beobachten. Reste von Riesentintenfischen wurden zwar in den Mägen von Pottwalen und Pazifischen Schlafhaien gefunden, diese großen Tiere fressen die Unterwasserriesen. Pottwale haben auch häufig Narben von Kämpfen mit dem Riesentintenfisch.