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MARPOL-Vertrag

Der MARPOL-Vertrag ist ein internationaler Vertrag zur Vorbeugung von Verschmutzungen durch die Seefahrt. MARPOL steht für 'MARine POLution' (Meeresverschmutzung). Der Vertrag wurde von der International Maritime Organisation (IMO) aufgesetzt und ist 1973 in Kraft getreten. Er enthält Regelungen über die Einleitung von Öl und Schiffsabfällen. Die fünf Abschnitte des Vertrages enthalten jeweils Bestimmungen für verschiedene Arten von Abfall, wie z.B. Sanitär-, Öl- und Haushaltsabfall sowie Chemikalieneinleitungen durch Tanker. Eine Regelung zur Luftverschmutzung durch Schiffe wurde 1997 verabschiedet. Im April 2005 wurden die einwandigen Tanker verbannt.

  • Anlagen

    Der Vertrag besteht aus sechs Anlagen, die einzeln durch die Länder ratifiziert werden können. In den Anlagen steht, wie mit der Entsorgung der Abfälle umgegangen werden muss, die bei einem Normalbetrieb auf Schiffen entstehen, wie Landungsreste (Anlagen I und II), Reste von Treibstoffen und Schmieröl (Anlage I), Abwasser (Anlage IV), Müll (Anlage V), und Luftverschmutzung (Anlage VI). Neben einem allgemeinen Verbot auf die Entsorgung von Kunststoffen auf See (Beilage V) ist das Verklappen unter bestimmten Bedingungen meistens erlaubt. Die Anlagen über Ladungsreste (Anlage I und II) waren 2005 von 130 Ländern, die zusammen 97% der Welttonnage besitzen, unterzeichnet. Die Niederlande führt den MARPOL-Vertrag über das 'Gesetz zur Verhinderung von Verschmutzungen durch Schiffe' aus.