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kiebitz, foto fitis, adriaan dijksen

Kiebitz

Der Kiebitz ist ein typischer Weidevogel. Er ist einer der ersten Frühlingsboten in den Weiden. Im Flug fallen die breiten Flügel auf. Der englische Name 'lapwing' bezieht sich auf die breiten "Lappen" als Flügel. Kiebitze kommen im Wattenmeergebiet allgemein in den Weiden vor. Sie brüten hier und ziehen im Herbst in den Süden.

  • Das Sammeln von Kiebitzeiern
    Kiebitzeier, Jeroen Reneerkens (jeroenreneerkens@hetnet.nl)

    Früher wurden viele Kiebitzeier gesammelt. Heute wird es nur noch sporadisch gemacht. Nach dem niederländischen Flora- und Faunagesetz ist für das Suchen und Sammeln von Kiebitzeiern jederzeit eine Erlaubnis nötig. Viele Nester werden zudem geschützt. Das Sammeln der Kiebitzeier wurde 2005 durch die Vertretung der Provinzen verboten, sofern es keine Erlaubnis von der jeweiligen Provinz gab. Zuerst musste aber festgestellt worden sein, dass das Sammeln der Eier keine schädlichen Auswirkungen auf den Kiebitzbestand hat. Das Argument, dass das Sammeln erlaubt sein muss, weil die Friesen Nachsorge betreiben, ist damit erledigt.
    2006 wurde die Sammelsaison um acht Tage gekürzt, damit glaubten die Provinzen, den neuen Regeln zu genügen. Die Sammler sollten dann 6900 Eier sammeln dürfen. Auch 2007 dürfen wieder Kiebitzeier gesammelt werden.

  • Auswirkungen der Klimaänderung
    kiebitz jung, foto fitis, adriaan dijksen

    Heutzutage wird das erste Kiebitzei durchschnittlich 12 Tage früher gefunden als 1900. Ein Wissenschaftler vom Statistischen Amt hatte hierfür den Enkhuizer Almanach zu Rate gezogen. Er schloss daraus, dass aufgrund der Klimaänderung in den letzten 30 Jahren die Vögel ihre Eier früher legen. Vor 1970 war die Legezeit auch schon verfrüht, aber das ergab sich durch die verbesserte Landwirtschaft, wodurch das Gras früher wuchs und der Kiebitz früher sein Nest bauen konnte. Etwa zu selben Ergebnis kamen die Biologen der Rijksuniversiteit Groningen. Ihr Resultat war eine Vorverlegung der Eiablage um 10 Tage in den letzten 50 Jahren, vom 20. auf den 10. März.