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Seepocken und Widderkrebse, foto fitis, sytske dijksen

Seepocken

Auf den ersten Blick würde man es nicht sagen, aber Seepocken gehören zu den Krebsartigen. Sie haben ein äußeres Kalkskelett, das einem Mini-Vulkan ähnelt und das aus verschiedenen Platten aufgebaut ist. Eine Seepockenart ist in vielen Sprachen sogar nach dem Vulkan benannt, weil sie ihm so ähnlich sieht. Mit ihren "Fangbeinen" sieben sie Futter aus dem Meerwasser. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus tierischem Plankton. Bei Niedrigwasser schließen Seepocken ihr Gehäuse.

  • Arten
    Australische Seepocken, Ffoto fitis, sytske dijksen

    Es gibt verschiedene Seepockenarten. Beispiele sind die Gemeine Seepocke, die Brackwasser-Seepocke, die Australische Seepocke und die Große Seepocke. Die Entenmuschel und der Parasitische Wurzelkrebs sind beide mit den Seepocken verwandt.

  • Umgekehrte Welt

    Betrachtet man eine Seepocke, dann sieht sie nicht wirklich wie eine Krebsartige aus. Die Seepocke sitzt versteckt in ihrem Häuschen, dem Kegel. Steht die Seepocke unter Wasser, steckt sie einige Sprieße aus dem Kegel heraus. Durch das Hin- und Herbewegen dieser Sprieße fängt sie vorbei treibendes Plankton. Ursprünglich waren diese Sprieße nicht zum Fangen von Nahrung vorgesehen, es sind die Füße der Seepocke. Eine Seepocke liegt eigentlich auf ihrem Rücken im Kegel und fängt ihr Essen mit ihren Füßen.

  • Paarende Seepocken

    Eine Seepocke ist zugleich männlich und weiblich. Die Seepocke sitzt auf dem Untergrund fest und kann sich nicht bewegen. Um einen Partner zu finden, muss sie somit nahe bei anderen Seepocken leben. Das ist einer der Gründe, warum man Seepocken meistens in Gruppen vorfindet. Ein weiteres Problem ist, dass Seepocken zur Paarung ihr Häuschen nicht verlassen können. Aber glücklicherweise haben sie dafür eine Lösung gefunden. Jede Seepocke hat einen langen Penis, den sie über die Mauer bei der Nachbarpocke einstecken kann. Die Seepocke, die als erstes ihren Penis in die Nachbarpocke steckt, ist das Männchen, die andere Pocke ist dann eben das Weibchen. Vielleicht ist die Seepocke, die in diesem Jahr das Weibchen war, im nächsten Jahr schneller und dann das Männchen.

  • Larven
    Seepockenlarven, Ecomare

    Die Larven der Seepocke entwickeln sich erst im Elterntier. Danach gehen sie in großen Gruppen in das Meerwasser, um sich später auf einem harten Untergrund nieder zu lassen. Manche Seepocken machen das in derartig großen Mengen, dass es nötig ist, um Schiffsrümpfe unter Wasser regelmäßig zu reinigen. Die Menge von Seepocken an einem Schiffsrumpf kann sogar so groß werden, dass das Schiff dadurch langsamer wird. Auf großen Seeschiffen wird der Aufwuchs von Seepocken auch bekämpft, indem ein aufwuchshemmender Außenanstrich verwendet wird. Einige Farben enthalten Stoffe, die umweltschädlich sind.

Aus dem alten Panzer