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Dünen im November, Ecomare

Dünengebiete

Dünen beginnen dort, wo der Strand aufhört. Ein Dünengebiet kann aus einer oder mehreren Dünenreihen bestehen. Es sind gefestigte Sandhügel mit Senken dazwischen: den Dünentälern. Ein Großteil der Küste der südöstlichen Nordsee besteht aus Dünengebieten. Diese Dünen bilden eine natürliche Form des Küstenschutzes, sie können jedoch durch die Küstenerosion bedroht werden. Aufgrund des ständigen Einflusses von Meer und Wind findet man in den Dünen eine einzigartige Flora und Fauna. Daneben sind die Dünen wichtig als Erholungsgebiet und für die Trinkwassergewinnung.

Auf Texel


, Sytske Dijksen, www.fotofitis.nl

Junge Dünen und junge Dünentäler sind auf Texel vor allem auf dem Hors zu finden. Sehr schöne alte Dünen und Dünenheiden befinden sich in der Nähe von Den Hoorn sowie südlich und nördlich von De Koog. Der reichste Fundort von der Stranddistel liegt am Ende des Badweges von De Koog, einer der lebhaftesten Orte der Insel! Eine herrlich abwechslungsreiche Dünenlandschaft mit kräuterreichen Dünenweiden, steilen Dünenhängen, kleinen Wäldchen und Teichen gibt es bei De Muy.

  • Artenvielfalt

    Die Dünenlandschaft umfasst viele besondere Elemente: Randdünen, Dünenwiesen, offene Dünenvegetation, Seen, Bäche, nasse und trockene Dünentäler, Gebüsche und Wälder. Die typischen Prozesse in allen Elementen sind: Dünenbildung, Vegetationsentwicklung und Sukzession sowie ein charakteristischer Wasserhaushalt. Durch diese Vielfalt an Stadien ist die Artenvielfalt sehr groß.

  • Dünenbildung
    Schema zur Dünenbildung, Ecomare

    Nur an nicht zu steilen Küsten mit ausreichend Sand im Meeresboden und einem überwiegend auflandigem Wind können Strände und Dünen entstehen. Selbst kleine Höhenunterschiede auf einem Strand können der Anfang einer Dünenentstehung sein. Hinter einer kleinen Höhe ist es etwas windgeschützter, wodurch der wehende Sand liegen bleiben kann. Solange es nicht zu stark weht und die kleine Düne nicht wegspült, wird sie langsam immer größer.
    Schon schnell wird die Entstehung der Dünen mit Hilfe der Strandflora gefördert. Die Pionierpflanzen fangen den wehenden Sand mit ihren Blättern ab, wo er dann im Windschatten liegen bleibt. Hinter einer Gruppe von Pflanzen kann auf diese Weise langsam eine kleine Düne entstehen. Mit der Strand-Quecke startet dieser Prozess. Wenn die Düne etwa einen Meter hoch ist, bildet sich aus dem Regenwasser eine Süßwasserlinse unter der Oberfläche, die es schließlich dem Strandhafer und dem Strandroggen ermöglicht, hier zu siedeln und die dominate Position zu übernehmen. Der Strandhafer hat die Eigenschaft, mit der Düne mitwachsen zu können, so dass der Sand durch das sich ausbreitende Wurzelwerk festgehalten wird. Sobald eine Düne mit Strandhafer bedeckt ist, kann sie höchstens noch durch extrem hohe Fluten und starken Wellenschlag zerstört werden.
    Junge Dünen können miteinander verwachsen und eine neue Randdünenkette bilden. An der Landseite entsteht ein neues Dünental. Im Schutz der Dünenrücken der Randdünen stößt man auf undurchdringliches, stacheliges Gebüsch aus Sanddorn. Der Sanddorn ist eine wichtige Pflanze für die Dünen, er bringt dank seiner Wurzelknöllchen Nährstoffe (Stickstoff) in den Boden. Der Sanddorn verbraucht diese Nährstoffe selber wieder, aber es bleibt noch genug übrig, um das Wachstum anderer Pflanzen zu ermöglichen. In der Nähe des Sanddornes finden wir darum auch dichtes Holundergebüsch und ein Bewuchs aus Brennesseln und Brombeeren. Durch die Anwesenheit der Pflanzen kommt Humus in den Boden. Aus der Zersetzung des Laubfalls kommen mehr Nährstoffe frei, auch für anderen Arten. Gräser und Moose können sich entwickeln und legen die Düne definitiv fest. So nimmt das Ausblasen von Flugsand aus der kahlen Dünennarbe ein Ende.