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Water en land

Landschaften   Küstengebiete   Felsküsten   Watten und Priele   Salzwiesen   Strand   

Mens en Milieu

Sonnenuntergang am Nordsee, foto fitis, sytske dijksen

Küstengebiete

An der Nordsee gibt es verschiedene Ausprägungen der Küste. Im Westen sind es vor allem die schottischen und englischen Felsenküsten, während im Süden der Nordsee die Sandküsten mit ausgedehneten Stränden und Dünen überwiegen. Wo Flüsse ins Meer münden, spricht man von Ästuarien (in den Niederlanden z.B. das Deltagebiet). Zwischen Texel und der dänischen Halbinsel Skallingen erstreckt sich das Wattenmeer, noch weiter nördlicher findet man Fjordküsten. Vor den Deichen in den Flüssen und am Rande des Wattenmeeres befinden sich die Salzwiesen.

  • Fauna des Küstengebietes
    junge Hai, foto fitis, sytske dijksen

    Die Natur des Küstengebietes ist sehr abwechslungsreich. Die flachen Küstengewässer sind der Lebensraum einer besonderen Bodenfauna, worin namentlich Muscheltiere und Krebsarten eine Hauptrolle spielen. Diese Küstengewässer sind auch die Kinderstuben für unzählige junge Fische wie Seezunge, Scholle und Hering. Der Strand scheint eine öde Sandfläche zu sein, aber einige Tier- und Pflanzenarten haben sich den extremen Verhältnissen gut angepasst. Das Dünengebiet bietet mit den trockenen und nassen, warmen und kalten sowie hohen und niedrigen Stellen viel Abwechslung und beheimatet eine einzigartige Flora und Fauna.

  • Die Küste Norwegens

    Die norwegische Nordseeküste besteht aus meist abgerundeten und kahlen Felsen sowie Abschnitten mit Steilklippen. Vor der Küste liegen viele größere und kleinere Inseln. Die Küste selbst wird von tiefen Buchten (Fjorden) durchschnitten. Die größeren Fjorde reichen bis 100 Kilometer landeinwärts und können bis zu 1200 Meter tief sein. Das Gewicht der Gletscher der letzten Eiszeit drückte die Landmassen Norwegens hinunter. Als das Eis schmolz, kam das Land langsam wieder zum Vorschein. Das reißende Schmelzwasser und der Schliff der Gletschermoränen sind die Ursache der beachtlichen Tiefe der Fjorde.

  • Die Schottische Küste
    Brutkolonie von Papageitauchern, Foto Fitis, www.fotofitis.nl

    An der Ostseite Schottlands liegt eine Felsenküste, die aus altem Urgestein besteht und durch tiefe Buchten und hohe Kliffs gekennzeichnet ist. Obwohl das Gestein in mancher Hinsicht mit dem der norwegischen Küste übereinstimmt, ist die schottische Küste doch weniger bizarr als die Fjordküste. Die Ursachen für diesen Unterschied liegen vorwiegend darin, dass die Eisschicht der letzten Eiszeit über Schottland viel leichter war, als die Eisschicht über Norwegen. Nachdem die Eismassen geschmolzen waren, stieg Schottland entsprechend weniger empor als Norwegen. Mancherorts gibt es an der schottischen Küste auch Dünengebiete mit Stränden.

    Zwei Inselgruppen, die Orkneys und die Shetlands, bilden die Grenze der Nordsee im Nordwesten. Besonders diese Inseln, aber auch die anderen Teile der schottischen Nordseeküste, werden von brütenden Seevögeln (Tordalken, Trottellummen, Papageitauchern, Dreizehenmöwen) und großen Kolonien Kegelrobben bevölkert.

  • Die Englische Küste
    Mündung der Themse, Ecomare
    Mündung der Themse, Ecomare

    Weiter südlich, an der englischen Küste, steht jüngeres Gestein mit unterschiedlichen Eigenschaften an. Meistens sind es niedrige Kliffs, oft mit einem davor gelegenen Strand, nur unterbrochen von Buchten und flachen Flußmündungen. In diesen Flußmündungen und hinter Strandwällen liegen mancherorts Wattflächen und Salzwiesen. The Wash ist so ein kleines Wattgebiet, das in einer der Buchten entstanden ist. Oberhalb der Themsemündung liegt die Küste von East Anglia. Diese besteht aus Kies, der von den Wellen an den Strand getrieben wurde und nach Form und Größe sortiert ist.

    Das Ästuar, in das die Themse und verschiedene andere Flüsse münden, besteht seit 8000 Jahren und ist niemals verschlickt. Die englische Küste unterhalb dieser Mündung baut sich aus den Überbleibseln von Kokkolithen, winzig kleine und mit Kalkplatten bedeckten Algen, auf. Im Laufe der Millionen von Jahren häuften sich die Kalkplatten zu einer Hunderte von Metern dicken Schicht auf, die heute die berühmten weißen Kreidekliffe, z.B. bei Dover, bilden.

  • Das südöstliche Küstengebiet
    Küste von Nord-Holland, foto fitis, sytske dijksen

    Die Küstenregionen von Frankreich, Belgien, Holland, Deutschland und Dänemark stimmen in vieler Hinsicht miteinander überein. Die französischen, belgischen und niederländischen Küsten bestehen vorwiegend aus Stränden und einem dahinterliegenden Dünengebiet. Im südwestlichen Teil der Niederlande liegt das einzigartige Deltagebiet und im Norden, bei Den Helder, beginnt das Wattenmeer, das sich entlang der ganzen Küste Deutschlands (Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein) bis etwa zur Mitte von Dänemark (Esbjerg) fortsetzt. Weiter nördlich besteht die dänische Nordseeküste aus langen Stränden mit mancherorts dahintergelegenen Lagunen, die auch hier Fjorde genannt werden.

  • Wattenlandschaften
    Wattennmeer, foto fitis, sytske dijksen

    Im Wattenmeer kommen von Natur aus vier Landschaften vor:
    - Sandplaten und Strände,
    - die eigentlichen Watten,
    - Salzwiesen,
    - und die Dünen.