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Dieren en planten

Water en land

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Mens en Milieu

Wattplate im Gegenlicht., Ecomare

Watten und Priele

Das Watt ist der Bereich des Wattenmeers, der bei Niedrigwasser trocken fällt. Es geht also um die Landschaft der Platen und Priele. Man unterscheidet Schlickwatt, Mischwatt und Sandwatt. In dieser Gezeitenregion lebt eine einzigartige Flora und Fauna. Wenn man vom 'Wattenmeer' spricht, werden die Inseln und Seegatts mit dazugerechnet. Der Ursprung des Wortes 'Watt' ist das Alt-Friesische 'vade', was soviel wie 'durchwaten' bedeutet.

  • Schlickwatt
    Schlickwatt, Ecomare

    Das trockenfallende Watt an der friesisch-groninger Küste ist sehr schlickig und schwer zu begehen. Die Groninger nennen es dann auch nicht 'Watt', sondern 'slikken' (Schlick). Im Süden der Niederlande wird der Begriff 'slik' für alle trockenfallende Teile der Meeresarme im Delta verwendet.

  • Platen
    Wattplate, Ecomare

    Im aufgewühlten Wasser der Nordsee schweben viele kleine Sandkörner, Schlickteilchen und organische Abfallstoffe. Die feinen Schlickteichen und die Nährstoffe kleben aneinander. In den Bereichen des Wattenmeeres, wo sich die Strömung beruhigt, können diese Flocken absinken. So entstehen Platen, die bei Niedrigwasser trockenfallen. Diese Platen, besonders die mit einem hohen Schlickanteil, sind nährstoffreich und bieten vielen Tieren Lebensraum. Bei Hochwasser finden hier Fische und Bodentiere ihre Nahrung, bei Niedrigwasser sind die eingegrabenen Bodentiere ein gefundenes Fressen für die Vögel.

  • Baljen und Rinnen
    Balje, Ecomare

    Baljen sind die großen Rinnen im Watt, die bei Niedrigwassser nicht trockenfallen. Der Eb- und Flutstrom bewegt sich durch dir Rinnen von und in Richtung der Seegaten. Für die Schifffahrt sind es die Fahrwege im Watt. In ihnen leben Bodentiere, Meeressäugetiere und Fische. Die Wattfischer fangen hier die Krabben und Plattfische. Am Rande der Rinnen und noch ständig unter Wasser liegen die Parzellen für die Miesmuschelzucht.

  • Priele
    Priele, Ecomare

    Priele sind die kleinen Ablaufrinnen in den Platen und Salzwiesen, die bei Niedrigwasser völlig trockenfallen. Bei ablaufendem Wasser flüchten die Tiere von den Platen, wo sie Nahrung gesucht haben, durch die Priele in die Rinnen hinein. Deshalb kann man bei ablaufendem Wasser in den Prielen mit einem Netz viele Tiere fangen.

  • Wattwasserscheide
    Priel, Ecomare

    Unter den Inseln treffen sich zwei Flutströme. An dieser Stelle kommt das Wasser zur Ruhe und die Schwebeteilchen können absinken. Hier ist das Watt somit am höchsten. Diese Stelle wird die Wattwasserscheide genannt. Für Wattwanderer sind die Wattwasserscheiden die Stellen, über die man zu Fuß zur Insel gelangen kann. Die Fahrrinnen für Schiffe mit wenig Tiefgang sind hier mit Pricken markiert, damit sie bei Hochwasser über die Wattwasserscheide fahren können.

  • Bodenleben
    Aalmutter, Ecomare
    Aalmutter, Ecomare

    Der Wattboden wird von vielen verschiedenen Organismen dicht bevölkert. Die meisten Bodentiere leben vom pflanzlichen oder tierischen Plankton, das sie aus dem Meerwasser filtern oder von winzigen einzelligen Algen und Tieren, die auf dem Wattboden leben. Diese Kleinlebewesen sind in riesigen Mengen vorhanden, denn sie profitieren von der ständigen Zufuhr von Nährstoffen aus den Flüssen und der Nordsee. Mit jeder Flut kommen neue schwebende Schlick- und Nährstoffteile herein, die zum großen Teil auf den Wattplaten absinken.

    Wenn das Watt trocken fällt, scheinen auf den ersten Blick keinerlei Pflanzen auf den Platen zu wachsen. Tatsächlich jedoch leben hier Milliarden einzelliger Diatomeen (Kieselalgen). Im Frühjahr und Sommer sind sie so zahlreich, dass sie den Platen einen braunen Schimmer verleihen. Strandschnecken, Wattschnecken und Wattwürmer leben gut von ihnen. Auch Miesmuscheln, Herzmuscheln, Tellmuscheln und Sandklaffmuscheln kann man auf den Wattplaten finden. Viele Vögel ,die wiederum von diesen Tieren leben, halten sich hier ebenfalls auf. Uferschnepfen, verschiedene Regenpfeifer, Brachvögel und Strandläufer kommen manchmal in großen Mengen hier vor. Von den Samenpflanzen kann nur das Kleine Seegras auf dem eigentlichen Watt wachsen.
    Bei Hochwasser halten sich Einsiedlerkrebse, Garnelen und größere Strandkrabben auf den Platen auf. Auf Pfählen und befestigten Deichfüßen sitzen Seepocken.

    Im Wattenmeer kommen auch viele Fischarten vor. Einige sind nur in einer bestimmten Phase ihres Lebens hier, andere bleiben für ihr ganzes Leben. Der Seeskorpion und die Aalmutter bleiben ihr ganzes Leben hier. Flundern, Stinte, Seenadeln und Dreistachelige Stichlinge sind dagegen Saisonsgäste. Schollen, Heringe, Sprotten und Seezungen nutzen das Wattenmeer als ideale Kinderstube.
    Wenn sich auf den Wattplaten so viel Schlick abgesetzt hat, dass sie nicht mehr täglich überschwemmt werden, spricht man von einer Salzwiese. Eine Salzwiese wird nur noch bei Springflut oder schwerem Sturm überschwemmt.