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Nordseewellen, foto fitis, sytske dijksen

Nordsee allgemein

Die Nordsee ist das Meer zwischen Norwegen, Schottland, England, Frankreich, Belgien, Niederlande, Deutschland und Dänemark. Die Nordgrenze wird von einer gedachten Linie zwischen den schottischen Shetland- und Orkney-Inseln und dem norwegischen Festland gebildet. Die Südgrenze der Nordsee ist die Linie zwischen Calais in Frankreich und Dover in England. Die mittlere Wassertiefe der Nordsee, eigentlich ein Randmeer des Atlantiks, liegt bei 90 Metern. Der Meeresboden der Nordsee fällt von Süden nach Norden hin ab, wo er in einen bis zu 725 Meter tiefen Graben übergeht, die sogenannte Norwegische Rinne. Die Nordsee ist etwa 572.000 Quadratkilometer groß, das sind 0,54 % der Oberfläche des Atlantiks und 0,16 % der Weltmeere. Der Inhalt der Nordsee umfasst etwa 54.000 Kubikkilometer Wasser. Die Wassertemperatur übers Jahr gemittelt liegt bei bei 9,5° C in der nördlichen Nordsee bis 11° C an der holländischen Westküste.

  • Querschnitt durch die Nordsee
    Querschnitt durch die Nordsee zwischen Calais und Bergen, Ecomare

    Die Nordsee wird in nordwestlicher Richtung allmählich tiefer. Die Wassertiefe bestimmt den Unterschied zwischen der südlichen, der zentralen und nördlichen Nordsee. Der Teil südlich der Doggerbank wird nur an einigen Stellen tiefer als 50 Meter und fällt unter den Begriff "südliche Nordsee". Die Nordsee nördlich dieser großen Untiefe wird bis zu einer Tiefe von 100 Metern zum zentralen Teil gerechnet. Das noch nördlicher gelegene Gebiet mit einer Tiefe bis 200 Meter heißt die nördliche Nordsee. Die Norwegische Rinne und der Skagerrak bilden den vierten Teil der Nordsee.

  • Zufuhr von Wasser in die Nordsee
    Regenwolken, foto fitis, sytske dijksen

    Die Nordsee wird aus verschiedenen Quellen mit Wasser gespeist. Aus dem Kanal zwischen England und Frankreich strömen jährlich 5000 Kubikkilometer Atlantikwasser in die Nordsee. Aus dem Norden nahe den Shetland Inseln strömen sogar 50.000 Kubikkilometer Ozeanwasser in die Nordsee. Die Ostsee liefert jährlich 500 Kubikkilometer Brackwasser und die verschiedenen Flüsse liefern der Nordsee 300 Kubikkilometer Süßwasser. Niederschlag und Verdampfung halten sich etwa im Gleichgewicht: 500 Millimeter verdampfen jährlich, und etwa dieselbe Menge kommt wieder als Niederschlag hinzu.

  • Die Nordsee, ein Randmeer
    Wattenmeer, foto fitis, sytske dijksen

    Die Nordsee ist, wie die meisten Randmeere, besonders reich an Nährstoffen. Diese werden über Flüsse aus dem Land zugeführt. Außerdem kann das Sonnenlicht wegen der geringen Wassertiefe nahezu überall bis auf den Boden durchdringen. Hierdurch kommt pflanzliches Plankton in der Nordsee massenhaft vor. Dieser Überfluss an pflanzlichem Material bedeutet genügend Nahrung für die Erhaltung der vielen Arten von Organismen in der Nordsee. Auch die Nordsee selbst hat wieder Randmeere, die noch nahrungsreicher sind; das schönste Beispiel davon ist das Wattenmeer.

  • Natürliche Prozesse in der Nordsee
    Wellen, Ecomare

    Das Meer lebt. Infolge des Klimas, der Gezeiten, der Meeresströmungen und der Wasserzufuhr über die Flüsse ist das Meer ununterbrochen dem Wandel unterworfen. Das Meeresleben hat sich daran angepasst. Das Ökosystem der Nordsee ist sogar so komplex, dass die Wissenschaftler noch regelmäßig mit großen Rätseln konfrontiert werden: die Stärke der Fischbestände z.B. sind nicht immer vorherzusagen.