Wie auf allen Ostfriesischen Inseln, so gibt es auch auf Langeoog die typische Abfolge von Landschaftstypen: Auf den Strand an der Nordseeküste folgt der Dünengürtel, der die Insel von Norden her vor Überflutungen schützt. Die Melkhörndünen Langeoogs sind etwa 20 m hoch. Es handelt sich hierbei um bereits ältere Dünen, die sogenannten Grau- und Braundünen mit ihrer typischen Vegetation. Die älteren Braundünen sind in weiten Teilen von Kleingras-Rasen, Heiden und Gebüschen bedeckt. Auf einer Feuchtwiese gedeihen neben dem Klappertopf noch Orchideen, deren Reichtum und Ausdehnung einmalig auf den Ostfriesischen Inseln sind. Am Dünenrand gibt es kleine Flachgewässer, die Überreste früherer Überflutungen und der Sloops (= Lücken in den Dünenkörpern), die künstlich geschlossen wurden. Junge Dünen befinden sich auf Langeoog im Osten der Insel und am Flinthörn im Südwesten. Am Flinthörn, einem beträchtlichen Fluthaken, lassen sich die unterschiedlichen Stadien der Dünenentwicklung beobachten. Das als Vogelkolonie bezeichnete Ostende der Insel umfaßt eine etwa 5 km lange und 1,3 km breite naturnahe Landschaft mit Fluthaken, Sandplaten, Primärdünenfeldern, Weißdünen und feuchten Dünentälern.
Im Lee der Dünen liegt ein Sommerpolder, der von einem Sommerdeich vor kleineren Sturmfluten geschützt wird. die Sommerpolder werden noch landwirtschaftlich genutzt. Noch im Gezeiteneinfluss befinden sich die Salzwiesen, die den Übergang zwischen Insel und Watt bilden. Auf Langeoog liegen die Salzwiesen im Südwesten und am Ostende der Insel. Sie sind von Prielen durchzogen und eng mit den angrenzenden Dünen verzahnt. Hier brüten u.a. Rotschenkel und Säbelschnäbler. Die Langeooger Salzwiese hat eine bis zu 70 cm hohe Abbruchkante zum Inselwatt.
Die Riffe der Robbenplate sind von den Randdünen aus im Nordwesten zu sehen.