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Fischerei nach Tierart   Garnelenfischerei   
Garnelenfischerei bei Zuidwal, Ecomare

Garnelenfischerei

Garnelen werden an der Nordseeküste und im Wattenmeer gefangen. Die internationale Wattenmeerflotte besteht aus etwa 500 Schiffen, die für die Garnelenfischerei (Krabbenfischerei) ausgerüstet sind. Nach 1995 sind die Fänge beträchtlich gestiegen. Die Schleppnetze der Garnelenkutter wühlen den Meeresboden nicht so stark um. Meerestiere, die im Boden sitzen, überleben einen Hol mit der Garnelenkurre somit wohl, aber Forscher vermuten, dass empfindliche Tiere, die auf der Bodenoberfläche leben, wie Köcherwürmer und junge Miesmuscheln, geschädigt werden. Zudem gibt es viel Beifang. Spezielle Anpassungen an den Netzen und an der Siebtechnik an Bord sorgen dafür, dass der Beifang das Abenteuer zum größten Teil überlebt.

  • Nach einer langen Reise im Fischgeschäft
    Krabbenkurren mit Rollseilen und Garnelennetz, Ecomare

    Die Garnelenfischerei wird das ganze Jahr über ausgeübt, aber die Garnelen werden vor allem im Frühjahr und Herbst gefangen. Genau wie Plattfische werden Garnelen auch mit Baumkurren gefangen. Es werden aber keine Weckerketten eingesetzt, sondern ein Rollenseil: die am Seil befestigten runden Blöcke rollen über den Boden und schrecken die Garnelen auf. An Bord werden die Garnelen gekocht, gewaschen und während der Fahrt zum Fischmarkt gekühlt gelagert. An Land müssen die Garnelen noch gepuhlt werden. Meistens werden die ungepuhlten Garnelen in Lastwagen in Länder wie Polen oder Marokko transportiert, da hier die Arbeitslöhne deutlich niedriger sind. Die gepuhlten Garnelen kommen dann über die Autobahn wieder zurück in die Niederlande.

  • Wechselnde Ergebnisse

    Bis 1995 gab es nur geringe Garnelenmengen an der Küste und im Wattenmeer. Danach stiegen die Fänge explosionsartig an. Die Fischer landeten so viele Garnelen an, dass die Preise bis unter den Kostenpreis sanken. Seitdem kämpfen die Garnelenfischer mit der Frage, wie die Anlieferung beschränkt werden soll, so dass sich die Garnelenfischerei weiterhin lohnt.

  • Folgen für die Natur

    Die Garnelenfischerei wird im Allgemeinen nicht als eine große Bedrohung für die Natur betrachtet. Der Meeresboden wird kaum umgewühlt, so dass der Einfluss auf die Bodenfauna gering ist. In den letzten Jahren hat man mit äußerst selektiven Fischereimethoden gearbeitet, so dass auch der junge Plattfisch, der früher als Beifang mit aufgefischt wurde, geschont wird. Inwieweit die Garnelenfischerei den Nahrungsvorrat für die Wattfauna angreift, ist nicht genau bekannt.