Content on this page requires a newer version of Adobe Flash Player.

Get Adobe Flash player

 

Search in the Encyclopedia

Dieren en planten

Water en land

Sumwing

Da die Baumkurrenfischerei mit schweren Weckerketten enorm viel Treibstoff kostet, sucht der Fischereisektor nach kostensparenden Alternativen. Seit 2007 wurde mit dem Sumwing Testläufe unternommen. Es handelt dabei um einen schwebenden Flügel mit Netzen. Das Netzgeschirr ist viel leichter als die traditionelle Baumkurre und hat weniger Widerstand, weil keine schweren Gewichte mehr nötig sind. Daraus ergeben sich bis zu 11% Einsparungen bei den Treibstoffkosten. Ein weiterer Vorteil ist die geringere Umwälzung im Boden.

  • Vom Experiment zum Erfolg

    Die texeler Fischereibetriebe TX 36 und TX 38 experimentierten 2007 mit dem ersten Prototyp der Sumwing. Nach verschiedenen Verbesserungen war die Technik 2009 für eine breite Nutzung bereit. Im Kampf gegen die ständig hohen Treibstoffpreise bestellen immer mehr Fischer einen Satz Sumwings. Auch südniederländische und belgische Plattfischfischer arbeiten jetzt damit. Sowohl für kleine Kutter als auch für den Garnelenfang wurde jeweils ein Modell entwickelt.

  • Die Elektrowing
    Pulswing, Ecomare, Pamela Lindeboom

    Neben den Gewichten und Schlaufen bieten auch die schweren Weckerketten beim Fischzug einen großen Widerstand. Die Ketten dienen zum Aufschrecken der Plattfische vom Meeresboden. Das kann auch durch Stromstöße geschehen. Anstatt der Weckerketten werden dann Drähte mit Elektroden vor dem Netz über den Meeresboden geschleppt. Von Anfang an bestand die Absicht, die Sumwing früher oder später mit Elektrodrähten auszustatten. Die Energieeinsparung wird dadurch noch größer und der schädliche Einfluss auf die Meeresnatur nimmt ab.
    Als der Flügel ausreichend getestet und verbessert worden war, war es 2009 an der Zeit, eine Elektroinstallation zu befestigen. Die Kutter TX36 und SL3 experimentierten 2009 und 2010 mit dieser Methode. Es erfordert eine große Genauigkeit, denn Fahrtgeschwindigkeit, Meeresströmung, Bodenzusammensetzung und die Stärke der Stromstöße müssen aufeinander abgestimmt sein. Auf See verändern sich die Bedingungen allerdings ständig.
    Aber ein Fischer, der die Fischerei mit der Elektrokurre gut beherrscht, kann mit einem reichen und sauberen Fang, niedrigen Treibstoffkosten und wenig unerwünschtem Beifang rechnen. Das ist der Grund, warum die TX38 und vier Schiffe der Reederei Jaczon (OD1, OD17, SCH18 und SCH45) zur Elektrowing über gingen.

  • Jackwing
    Jackwing, Ecomare, Pamela Lindeboom

    Die Sumwing könnte man auch gut als ‘Schwebekurre’ bezeichnen. Eine Kurre ist ein Schleppnetz. Die Jackwing ist ebenfalls eine schwebende Kurre mit einer etwas anderen Form. Die V-Form soll hier für einen geringeren Widerstand und ein stabiles Schwebeverhalten über dem Meeresboden  sorgen. Die Technik befindet sich noch im Prototypen-Stadium, aber einige Testläufe sind bereits sehr gut ausgefallen.