Neben den Gewichten und Schlaufen bieten auch die schweren Weckerketten beim Fischzug einen großen Widerstand. Die Ketten dienen zum Aufschrecken der Plattfische vom Meeresboden. Das kann auch durch Stromstöße geschehen. Anstatt der Weckerketten werden dann Drähte mit Elektroden vor dem Netz über den Meeresboden geschleppt. Von Anfang an bestand die Absicht, die Sumwing früher oder später mit Elektrodrähten auszustatten. Die Energieeinsparung wird dadurch noch größer und der schädliche Einfluss auf die Meeresnatur nimmt ab.
Als der Flügel ausreichend getestet und verbessert worden war, war es 2009 an der Zeit, eine Elektroinstallation zu befestigen. Die Kutter TX36 und SL3 experimentierten 2009 und 2010 mit dieser Methode. Es erfordert eine große Genauigkeit, denn Fahrtgeschwindigkeit, Meeresströmung, Bodenzusammensetzung und die Stärke der Stromstöße müssen aufeinander abgestimmt sein. Auf See verändern sich die Bedingungen allerdings ständig.
Aber ein Fischer, der die Fischerei mit der Elektrokurre gut beherrscht, kann mit einem reichen und sauberen Fang, niedrigen Treibstoffkosten und wenig unerwünschtem Beifang rechnen. Das ist der Grund, warum die TX38 und vier Schiffe der Reederei Jaczon (OD1, OD17, SCH18 und SCH45) zur Elektrowing über gingen.