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Ökosystemziele Nordsee   Naturwertkarte Nordsee   

Naturwertkarte Nordsee

Im Rahmen des Projektes "Ökosystemziele Nordsee" wurde eine Karte mit den wertvollsten Naturgebieten im niederländischen Teil der Nordsee erstellt. Diese Gebiete sind die Küstenzone, Friese Front, die Zentralen Oestergronden, die Klaverbank und ein Teil der Doggersbank. Mit Ausnahme der Klaverbank werden diese Gebiete2008 als Natura 2000 Gebiet vorgetragen. Im Integralen Managementplan Nordsee 2015 werden noch weitere Gebiete hinzugefügt: die Gasfonteinen, die Borkumse Stenen, die Bruine Bank und die zeeländischen Bänke. Diese Auswahl wurde auf Basis der Bedeutung im Lichte der Ökosystemziele getroffen.

  • Küstenzone

    Die Küstenzone umfasst den gesamten niederländischen Küstenstreifen bis 20 Meter Tiefe. Dieses Gebiet sammelt in Bezug auf die Ökosystemziele die meisten Punkte. Der starke Gezeitenstrom ist dabei einer der bestimmenden Faktoren. Dieser ist wichtig für den Transport von Sediment für den Küstenaufbau und für den Transport von Fischlarven in die sogenannten Kinderstuben. Des weiteren bestimmt die hohe Gezeitendynamik die massenhafte Ansiedlung bestimmter Muschelarten (wie Trogmuscheln und Schwertmuschelarten). Dies ist wiederum für nahrungssuchende Vögel von großer Bedeutung.
    Viele Fischarten leben Zeit ihres Lebens in flachen Küstengewässern. Es handelt sich dabei um Arten, wie Grundel, Steinpicker, Seeskorpion, Butterfisch, Aalmutter, Seenadel, Flunder und Kleiner Sandaal. Für andere Fischarten, wie Kabeljau, Wittling und Franzosendorsch, ist die Küstenzone nur die Kinderstube.
    Neben der genannten Funktion als Nahrungsgebiet für schalentierfressende Vögel ist die Küstenzone auch wichtig für fischfressende Vögel, wie Kormoran, Seetaucher, Haubentaucher, Möwen und Seeschwalben. Viele dieser Arten brüten in den angrenzenden Dünen. Größere Mengen von Trauerenten (mehr als 100.000) und Eiderenten halten sich ebenfalls in diesem Gebiet auf.
    Im Spätwinter und zeitigem Frühjahr werden in der Küstenzone viele Schweinswale gesichtet. Auch für die Seehunde und Kegelrobben ist die Küstenzone ein wichtiges Nahrungsgebiet und Durchzugsroute.
    Schließlich ist die Küstenzone in ihrer heutigen, unbebauten Form von großer Wichtigkeit für jeden, der eine weite und stille Landschaft sucht, wo der Einfluss von Wind und Wetter noch direkt zu spüren ist. Das Beobachten der Meeres- und Küstentiere ist für viele Menschen eine hoch geschätzte Beschäftigung. In der Nacht kann man an vielen Orten an der Küste noch die echte Dunkelheit erleben, es ist damit eines der letzten Gebiete, wo man Erscheinungen am nächtlichen Himmel noch gut beobachten kann.

  • Friese Front

    Die Friese Front liegt auf dem Übergang zwischen den flachen Sandgründen der Südlichen Nordsee und den tieferen Schlickböden der Oestergronden. Über einen relativ kurzen Abstand fällt der Nordseeboden hier um 10 bis 15 Meter ab. Hinzu kommt, dass die Wasserpakete der Südlichen Nordsee und der Oestergronden unterschiedlich sind. Die der Südlichen Nordsee sind ständig durchmischt, die der Oestergronden sind im Sommer geschichtet. Diese doppelte Übergangssituation hat zur Folge, dass an der Friese Front viele Nährstoffe vorhanden sind. Hier wächst viel Phytoplankton und viel Algenmaterial wird sedimentiert.
    Die Bodenfauna profitiert vom 'Algenregen', sie kommt hier in großen Dichten vor. Typische Arten sind Nuculoma tenuis, Kleine Linsenmuschel sowie der Sandkrebs. Schlangensterne kommen hier häufig vor. Sie wühlen den Boden so regelmäßig um, dass andere Arten von der dadurch freikommenden Nahrung profitieren. Seltene und besondere Tiere der Friese Front sind Seewalzen, Gestutzte Klaffmuschel, Köcherwurm, Abra nitida, Thracia convexa und Pelikanfuß.
    Das starke Wachstum des Phytoplanktons hat eine Blüte des Zooplantons zur Folge. Dadurch kommen große Schwärme von Sprotten und jungen Heringen hier vor. Diese wiederum ziehen große Vogelgruppen an. Vor allem Trottellummen lassen hier ihre Jungen aufwachsen. Sie gehen ein großes Wagnis ein, wenn sie mit ihren Nachkommen von Schottland zur Friese Front schwimmen. Dort sind sie dann aber relativ sicher vor Räubern und es gibt genügend Nahrung.
    Viele Große Raubmöwen sind ebenfalls an der Friese Front zu finden.

  • Zentrale Oestergronden

    Das Gebiet der Oestergronden verdankt seinen Namen den ausgedehnten Austern(Oester)bänken, die es hier bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gab. Unter anderem durch Fischerei und Krankheiten sind diese Bänke im Laufe der Zeit verschwunden.
    Die Oestergronden bilden eine relativ tiefe (40-50 m) Senke zwischen den höher gelegenen Sandböden der Südlichen Nordsee im Süden und Osten und der Doggerbank im Norden. Die Meeresströmungen sind hier sehr ruhig, so dass viel schlickreiches Material auf den Boden absinken kann. Im Sommer ist die Wassersäule hier geschichtet: warmes, algenreiches Wasser treibt oben und mischt sich erst wieder mit den unteren Wasserschichten, wenn das Meer im Herbst in Bewegung kommt.
    Die Bodenfauna der Oestergronden kennzeichnet sich durch eine relativ geringe Dichte aber eine große Artenvielfalt. Dominierende Arten sind Amphiura filiformis, Sandkrebs, Weiße Pfeffermuschel und Großer Herzigel. Beobachtete Seltenheiten sind Musculus niger, Mysia undata und Thracia convexa. Langlebende Bodentiere, wie Islandmuschel und Nordhorn, kommen auf den Oestergronden noch relativ häufig vor.
    Im Winter sind die Oestergronden ein wichtiges Nahrungsgebiet für Eissturmvögel, Dreizehenmöwen, Tordalken, Trottellummen, Silbermöwen und Mantelmöwen.

  • Doggersbank

    Die Doggerbank ist eine große Untiefe in der zentralen Nordsee. Der höchste Punkt liegt nur 20 Meter tief. Ein Teil der Bank gehört zum niederländischen Teil der Kontinentalplatte Der Boden der Doggerbank besteht aus feinem bis grobem Sand. An den Rändern liegen die Übergänge zu schlickreicheren Böden.
    Das Meerwasser über der Doggerbank ist nährstoffarm, so dass sich wenig Phytoplankton entwickelt. Im Winter ist das Wasser so klar, dass auf dem Boden Kieselalgen wachsen können.
    Durch das relativ arme Nährstoffangebot ist die Dichte der Bodentiere auf der Doggerbank relativ gering. An den nährstoffreicheren Rändern sind die Dichten größer. Die Bodenfauna der Doggerbank ist jedoch artenreich mit vielen seltenen Arten, darunter Wellhornschnecke, Ottermuschel, Artemismuschel und Tote Mannshand. Die Kleine Linsenmuschel kommt relativ häufig vor.
    Die nährstoffreiche Situation an den Rändern der Doggerbank zieht große Fischschwärme an. Es ist ein wichtiges Laichgebiet für Schollen, Wittlinge und Kabeljau. Vor allem im Winter ist das an den großen Mengen von Papageitauchern und Krabbentauchern zu sehen, die hier Nahrung suchen. Auch Weißschnauzendelphine und Schweinswale sind aufgrund des Nahrungsangebotes häufig in der Nähe der Doggerbank zu finden.

  • Klaverbank

    Kiesgebiete sind in der Nordsee selten. Die Klaverbank ist das größte kiesreiche Gebiet. Ein kleiner Teil davon liegt auf dem niederländischen Teil der Kontinentalplatte. Neben der Bodenart ist das Gebiet auch durch relativ ruhige Gezeitenströme gekennzeichnet.
    Die Klaverbank hat den größten Artenreichtum in der Bodenfauna von der niederländischen Kontinentalplatte. Diese Bodenfauna hat viele Arten, die einen harten Untergrund benötigen, wie Seeanemonen und Hydropolypen. Die Wurmfauna ist anders als die der weichen Böden in der Umgebung und Schalentiere sind hier zahlreich und schwer. Seltene Arten, die hier leben, sind Thracia convexa und Artemismuschel. Schnecken, Schlangensterne, Seewalzen und Seeigel, aber auch Fische wie der Kleine Sandaal sind in großen Mengen auf, in und über dem Kiesboden vorhanden. Für den Hering ist die Klaverbank der Laichplatz.