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Wildkaninchen

Maße:

bis 45 cm

Gewicht:

bis 2,5 Kilo

Farbe:

graubraun, manchmal schwarz

Alter:

bis 5 Jahre

Nahrung:

Gras, Kräuter, Sprosse von Sträuchern und Bäumen, Bast

Fortbewegung:

Laufen, Rennen

Feinde:

Landraubtiere, Raubvögel, Menschen, Krankheiten

Fortpflanzung:

geschlechtsreif: 3-4 Monate
Würfe: 3-7 pro Jahr
Anzahl der Jungen: 3-12 pro Wurf

  • Nie: konijn (gewoon konijn, wild konijn)
  • Eng: rabbit (Old World rabbit)
  • Fra: le lapin (le lapin de Garenne)
  • Deu: das Wildkaninchen (das Europäische Wildkaninchen)
  • Dän: Vildkanin
  • Nor: Kanin
  • Lat: Oryctolagus cuniculus
Wildkaninchen, foto fitis, sytske dijksen

Das Wildkaninchen

Jede Düne hat ihr Kaninchen! Dennoch kommen Kaninchen noch nicht so lange in den Niederlanden vor. Im Mittelalter wurden sie aufgrund ihres Fleisches und Felles eingeführt. Bis 1950 lebten viele Kaninchen in den niederländischen Dünen. Aber weil sie viel wegfressen und Löcher graben, waren die Menschen mit all den Kaninchen nicht sehr glücklich. Sie wurden bejagt und bekämpft. Als auch noch Krankheiten dafür sorgten, dass um 1990 fast keine Kaninchen mehr in den Dünen lebten, schien sie doch nützlich zu sein. Sie halten das Gras kurz und verhindern somit, dass die Dünen mit hohen Pflanzen und Büschen zuwuchern. Glücklicherweise ist es an vielen Stellen wieder besser um das Dünenkaninchen bestellt.

  • Verbreitung und Habitat

    Vor der letzten Eiszeit kamen Kaninchen in Mitteleuropa  häufig vor. Durch die Kälte starben sie hier aus. Nur in Spanien und Nordafrika konnten sie überleben. Das Kaninchen wurde im Mittelalter aus Südwesteuropa in den Niederlanden eingeführt für Fell, Fleisch und Vergnügungsjagd.  Auch auf allen Wattenmeerinseln wurde das Kaninchen eingeführt, mit Ausnahme von Griend. Kaninchen bevorzugen Grasländer, offene Weiden, Heidegebiete, offene Wälder, die Ränder von Äckern und Sanddünen. Sie haben am liebsten trockenen, lockeren, sandigen Boden, in dem sie ihre Höhlen graben können. Wildkaninchen graben zum Unterschlupf Höhlen. Je nach Dauer der Nutzung werden immer mehr Eingänge gegraben und so wächst mit der Zeit eine regelrechte Burg heran. Der Lebensraum des Wildkaninchen erstreckt sich nur etwa auf einen Umkreis von 50 Metern rund um die Burg.

  • Schwarze Wattenmeerkaninchen
    schwarz Kaninchen, foto fitis, sytske dijksen-

    Wildkaninchen neigen dazu, sehr unterschiedlichen Fellfarben zu tragen. Vor allem ein schwarzes Fell (Melanismus) kommt relativ häufig vor. Obwohl meist angenommen wird, dass es sich dabei um freilaufende, zahme Kaninchen handelt, könnte es hierfür auch andere Erklärungen geben. Das die Abweichungen der Fellfarbe auf den Inseln Vlieland und Schiermonnikoog viel häufiger vorkommen als auf dem Festland, scheint im Zusammenhang mit dem niedrigeren Raubdruck zu stehen. Auf dem Festland werden Farbabweichungen sehr schnell von Raubtieren wie zum Beispiel dem Fuchs oder dem Iltis (bzw. Frettchen) bemerkt und diese Wildkaninchen haben keine Chance zu entkommen. Auf den Inseln, wo diese Räuber selten oder garnicht vorkommen, kann die genetisch bedingte Abweichung fortbestehen. Warum andere Räuber von Kaninchen auf den Inseln, wie z.B. der Mäusebussard, nicht denselben Effekt haben wie Füchse, ist bis jetzt noch ungeklärt.

  • Myxomatose
    Kaninchen mit Myxomatose, Johan Krol, Ameland

    Wenn eine Kaninchenpopulation zu groß wird, bricht nicht selten die Viruskrankheit Myxomatose aus. Diese Krankheit wurde 1952 gezielt in Frankreich eingeführt, um den Kaninchenbestand zu verkleinern. Ein an Myxomatose erkranktes Wildkaninchen stirbt einen langsamen, qualvollen Tod. Die Schleimhäute der Augen, Ohren, Geschlechtsöffnungen und des Anus entzünden sich. Das Tier kann somit nicht mehr sehen und ist schutzlos seiner Umwelt ausgeliefert. Nach einer Woche stirbt das Tier meistens an Hirn- und Lungenentzündung. Myxomatose wird von Mücken, Flöhen und anderen blutsaugenden Insekten übertragen.

  • Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD)

    Das RHD-Virus ("Rabbit Haemorrhagic Disease, Chinaseuche) wurde zuerst in China bei in Deutschland gezüchteten Kaninchen gefunden. Inzwischen hat sicher der Virus über die ganze Welt verbreitet. Bei einer Infektion ist die Sterblichkeitsrate sehr hoch (80-95% der Population), der Tod tritt innerhalb von 24 bis 48 Stunden ein. Bei Zimmertemperatur kann der Virus bis zu drei Monate überleben. Infizierte Kaninchen zeigen keine äußerlichen Symptome, wie es z.B. bei der Myxomatose der Fall ist. Zwischen 1985 und 2005 wurde der Kaninchenbestand in den Niederlanden um 70% reduziert.

  • Jagd
    Wildkaninchen, foto fitis, sytske dijksen

    Die Jagd auf Kaninchen ist vom 15. August bis zum 31. Januar geöffnet. In den Gebieten, die unter das Naturschutzgesetz fallen, darf nicht gejagt werden. Landraubtiere, wie Füchse und Hermeline, sowie große Raubvögel fressen gerne Kaninchen.

Konijntjes in de opvang