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Kampfläufer

Maße:

Länge: 20-32 Zentimeter
Spannweite: 46-58 Zentimeter

Gewicht:

110-180 Gramm

Farbe:

graubraun mit dunklen Flecken, Bauch heller. In der Balzzeit haben die Männchen einen gefärbten Kragen und Schopf

Alter:

Rekord: 9 Jahre

Nahrung:

im Wasser und auf dem Boden lebende Insekten, Larven, Schnecken und Regenwürmer. Außerhalb der Brutsaison auch Samen und anderes pflanzliches Material

Fortpflanzung:

geschlechtsreif: ab 2 Jahre
Anzahl: 4 Eier

  • Nie Kemphaan
  • Eng: Ruff
  • Fra: Chevalier combattant
  • Deu: Kampfläufer
  • Dän: Brushane
  • Nor: Brushane
  • Fries: Hoants
  • Ital: Combattente
  • Lat: Philomachus pugnax
Kampfläufer, W.J. Phaff

Kampfläufer

Wer träumt nicht einmal bei der Vorstellung von prächtig ausgestatteten Rittern, die in einem Turnier gegeneinander an treten, um die Gunst einer edlen Jungfrau zu erlangen? Die Ritter sind verschwunden, aber die Kampfläufer zeigen dieses Verhalten noch immer. Leider ist dieses Schauspiel in den Niederlanden auch schon fast verschwunden. Die Zeit, dass unser Land die Endstation und Brutgebiet für Tausende Kampfläufer war, liegt weit hinter uns. Obwohl nur noch wenige Tiere in den Niederlanden brüten, sieht man sie hier noch während ihres Zuges nach Mittel-Afrika, wo sie überwintern.

  • Stark bedroht

    Als Brutvogel ist der Kampfläufer in den Niederlanden fast ausgestorben. 1950 brüteten hier noch 6000 Paare, um 2002 waren es nur noch 120 Paare. Die Ursache ist wahrscheinlich, dass die Weiden nicht mehr für Kampfläufer geeignet sind. Weideflächen werden heute so trocken wie möglich gehalten, zu stark gedüngt und zu intensiv gemäht. Der Kampfläufer steht als bedrohte Vogelart auf der Roten Liste des trilateralen Wattenmeeres.

  • Turniere und Scheinkämpfe
    Kampfläufer, Männchen, foto fitis, adriaan dijksen

    Kampfläufer haben ein kompliziertes Balzverhalten. Die Männchen kämpfen in Scheingefechten um die Weibchen. Diese Gefechte finden immer auf den gleichen Stellen statt, den Tunierplätzen. Dann sehen die Männchen mit ihrem großen Federkragen und den Ohrpuscheln prächtig aus. Das Federkleid ist je nach Vogel anders gefärbt. Die auffallenden Männchen, die in der Mitte des Turnierplatzes kämpfen, haben einen hohen Rang innerhalb der Gruppe und deshalb auch eine große Chance auf Nachkommen. Die etwas weniger auffälligen Männchen hingegen haben keinen Platz auf dem Turnierplatz und dementsprechend auch nur wenig Chancen auf eigene Nachkommen. Im Juni und Juli sind die extra Verzierungen des Federkleides nicht mehr nötig und fallen aus. Im Winter haben alle Vögel das gleiche Federkleid.

  • Verbreitung und Lebensraum

    Kampfläufer sind seltene Weidevögel. Sie sind das ganze Jahr über in den Niederlanden anzutreffen. Im Winter sind es nur die männlichen Tiere. Die Weibchen überwintern in Afrika und kommen erst im April in die Niederlande. Nach der Balz ziehen einige Kampfläufer weiter in den Norden von Europa. Der Kampfläufer hat in den Niederlanden eine Vorliebe für magere Grünländer mit viel Wasser in Form von flachen Tümpeln und Gräben.